Kommentar
Brexit-Drama: Spur der Verwüstung

Verschnaufpause im Brexit-Drama. Der EU-Gipfel in Brüssel mag hier und da Erleichterung hervorrufen. Das Chaos – der ungeregelte Austritt Großbritanniens – ist zumindest vorerst vom Tisch. Dennoch: Die Pro­bleme sind nicht gelöst, sie erfahren nur einen erneuten zeitlichen Aufschub.

Samstag, 23.03.2019, 10:28 Uhr aktualisiert: 23.03.2019, 11:17 Uhr
Kommentar: Brexit-Drama: Spur der Verwüstung
Foto: dpa

Der Ball liegt nun eindeutig im Spielfeld der Briten. Bei all dem Durcheinander, das London erzeugt, muss jetzt rasch Klarheit herrschen. Die Kanzlerin hat dies am Freitag mit Nachdruck und zu Recht von der britischen Premierministerin eingefordert.

Ob Theresa May den Erwartungen des Gipfels gerecht werden kann, steht allerdings in den Sternen. Zu Hause, auf der Insel, bläst ihr zunehmend heftiger Wind ins Gesicht. Erste Reaktionen aus London auf den Brüsseler Gipfel lassen erhebliche Zweifel aufkommen, dass sich die Premierministerin in der kommenden Woche im Unterhaus mit ihrem „Plan A“ doch noch durchsetzen könnte. May hofft wohl noch immer, die Abgeordneten – den Abgrund vor Augen – zur Einlenken zu bringen. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Einen „Plan B“ hat May nach eigenem Bekunden auch weiterhin nicht.

Es steht zu fürchten, dass der Höhepunkt der britischen Chaos-Tage noch bevorsteht. Auf der Insel steigert sich gerade der politische Druck im Kessel. Dass sich Theresa May noch lange als Premierministern halten kann, ist höchst fraglich.

Das Brexit-Drama hat viel politisches Porzellan zerschlagen – nicht nur in Großbritannien. Das Königreich ist gespalten. Auf dem Kontinent haben die Briten Vertrauen verspielt. Wie soll die europäisch-britische Zusammenarbeit künftig gestaltet werden?

Der Brexit hat eine Spur der politischen Verwüstung gezeichnet.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6490996?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F981843%2F
Lagerhalle einer Zimmerei an der K 20 völlig zerstört
Großalarm für die Feuerwehr am Ostersonntag um kurz vor 16 Uhr. Zwei Löschzüge aus Everswinkel und Alverskirchen sowie eine Drehleiter aus Sendenhorst werden zur Brandbekämpfung alarmiert.
Nachrichten-Ticker