Handy am Steuer
Kommentar: Tödlicher Leichtsinn

Nein, es ist kein Kavaliersdelikt, wenn man am Steuer noch kurz einen Blick auf die letzte SMS richtet, wenn man ohne Freisprecheinrichtung telefoniert oder während der Fahrt das neue Ziel ins ­Navigationssystem eingibt. Verkehrsexperten gehen davon aus, dass fast 30 Prozent aller Auffahrunfälle vor allem im Stadtverkehr darauf zurückzuführen sind, dass Fahrer durch die Handy-Nutzung abgelenkt sind.

Mittwoch, 08.05.2019, 19:26 Uhr aktualisiert: 09.05.2019, 07:05 Uhr
Handy am Steuer: Kommentar: Tödlicher Leichtsinn
Bei einer Kontrollaktion hielten Polizisten am Mittwoch vielerorts Ausschau nach Autofahrern, die am Steuer mit dem Handy telefonieren oder sogar Textnachrichten tippen oder lesen. Foto: dpa

Harte Strafen, Polizeischwerpunktaktionen und Warnungen in Form von Hinweisschildern genügen offenbar nicht, um den mitunter tödlichen Leichtsinn aus den Köpfen der Menschen zu verbannen. Es scheint, als ob die eigene Überschätzung des Könnens und die Unterschätzung möglicher Folgen des Fehlverhaltens eine unheilige Allianz eingehen. Doch drei Sekunden Blindflug durch Ablenkung sind gleichzusetzen mit 100 Meter Autofahren ohne Kontrolle darüber, was vor, neben oder hinter einem auf der Straße passiert.

Jeder, der weiter das Handy am Steuer nutzt, sollte sich fragen: Will ich verantwortlich dafür sein, ein Kind auf dem Zebrastreifen überfahren zu haben? Die Antwort dürfte in eine SMS passen, geschrieben zu Hause und als Mahnung an die, die es trotzdem machen.

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