Kommentar: Pflege-TÜV wird ersetzt
Überfällige Reform

Bei der Beurteilung von Pflegeheimen sollte das Wohlergehen der Bewohner das wesentliche Qualitätskriterium sein. Der bisherige Pflege-TÜV, der als Orientierungshilfe bei der Suche nach einer geeigneten Einrichtung dienen sollte, legte seinen Fokus aber viel zu sehr auf die Dokumentation.

Freitag, 10.05.2019, 18:50 Uhr
(Symbolfoto) 
(Symbolfoto)  Foto: dpa

Die bei der Einführung angekündigte Transparenz schuf er faktisch nie, die großen, existierenden Qualitätsunterschiede zwischen den Heimen wurden durch die Benotung nicht ansatzweise abgebildet. In der Konsequenz fühlen sich viele Angehörige von Pflegebedürftigen zu Recht bei ihrer Wahl im Stich gelassen.

Es ist daher überfällig, das bisherige System durch ein effektiveres zu ersetzen, das den Schwerpunkt stärker auf die Bedürfnisse der Heimbewohner legt und mehr Unabhängigkeit bei der Kontrolle verspricht. Und das nicht nur in der Theorie. An diesen Kriterien wird sich der Nachfolger des Pflege-TÜVs besonders in der praktischen Ausgestaltung messen lassen müssen.

Von einer differenzierteren Bewertung der Heime würden Pflegebedürftige doppelt profitieren: Neben echter Transparenz gäbe es mehr Wettbewerbsdruck, der zu höherer Qualität in den Einrichtungen führen könnte.

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