Kommentar
Sicherheitslücke bei WhatsApp

Diesmal sind WhatsApp und Mutter Facebook nicht selbst die böse Datenkrake. Sie lieferten nur das Einfallstor für Spionage-Software. Eine Schwachstelle in der WhatsApp-Telefonietechnik ließ es zu, dass Mobiltelefone gekapert und unbemerkt Überwachungssoftware auf ihnen installiert werden konnte. Das Loch ist geschlossen – und nach bisherigem Erkenntnisstand nicht massenhaft genutzt worden.

Dienstag, 14.05.2019, 19:18 Uhr aktualisiert: 14.05.2019, 19:34 Uhr
Kommentar: Sicherheitslücke bei WhatsApp
Foto: dpa (Symbolbild)

Mehr gute Nachrichten allerdings gibt es nicht. Der Vorfall demonstriert erneut, wie fragil unsere allgegenwärtige Kommunikation geworden ist. Wer Geheimnisse zu bewahren hat, nutzt dazu tunlichst andere Hilfsmittel als Smartphones oder Tablets – oder steckt zumindest viel Aufwand in Verschlüsselungstechniken.

Erschreckend in diesem konkreten Fall: Die Spionage-Software stammt nicht aus dunklen Hacker-Kellern, sondern wurde offenbar hergestellt in einer israelischen Technologie-Firma mit 500 Angestellten, die gerade erst für eine Milliarde Dollar vom eigenen Management übernommen wurde. Die Reaktion des florierenden Unternehmens: Man prüfe den Fall. Und setze seine Werkzeuge ja nicht selbst ein – das machten nur Geheimdienste und Sicherheitsbehörden. Noch Fragen?

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