Kommentar: Das Batteriezentrum für Münster
Ein „Quantensprung“

Münster -

Zum Schluss war es ein Zittersieg für die Bewerbung aus NRW. Die Bedeutung der Forschungs­fertigung Batteriezelle, die jetzt in Münster und ­Ibbenbüren aufgebaut wird, ist gar nicht hoch genug ­einzuschätzen. Das Wort „Quantensprung“ beschreibt ­ die bundes- und europaweite Strahlkraft dieses Projekts treffend. 

Freitag, 28.06.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 28.06.2019, 19:41 Uhr
Kommentar: Das Batteriezentrum für Münster: Ein „Quantensprung“
Bis zu 1000 Mal werden in Münster im Labor des Batterieforschungszentrums „Meet“ Testzellen zyklisiert, das heißt ge- und entladen. Foto: dpa

Diese Entscheidung nimmt gezielt ein Manko der Wirtschaft in den Blick: In Sachen Batteriezellenproduktion hinkt Deutschland – noch – meilenweit hinterher.

Professor Winter und sein Team wollen sich damit aber nicht aufhalten und stattdessen die Aufholjagd in Münster beginnen. Das strategische Ziel, dass künftig Innovationen und Patente für eine Zukunftstechnologie mit umweltfreundlicheren Batterien wieder aus Deutschland kommen, wird nicht einfach zu erreichen sein.

Für Münster und das Münsterland ist die Entscheidung von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek wie ein Jackpot – die plötzliche Aussicht auf ungeahnte Möglichkeiten. Damit verbinden sich enorme Heraus­forderungen: Das Wachstumsversprechen gilt auch für den Wohnungen und die Verkehrsinfrastruktur. Der Nachholbedarf ist offensichtlich. Das Geld dafür kommt nicht „von oben“.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6731670?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F981843%2F
Nachrichten-Ticker