Kommentar
Kramp-Karrenbauer bei der Truppe: Ein Sprung ins Ungewisse

Ursula von der Leyen macht mit ihrer EU-Kommissionspräsidentschaft einen Riesensprung in die erste Reihe der internationalen Polit-Bühne. Truppenbesuche in der Provinz und kaputtes militärisches Gerät waren gestern. 

Sonntag, 21.07.2019, 18:52 Uhr aktualisiert: 21.07.2019, 19:10 Uhr
Kommentar: Kramp-Karrenbauer bei der Truppe: Ein Sprung ins Ungewisse
Annegret Kramp-Karrenbauer, Bundesvorsitzende der CDU und neue Verteidigungsministerin, geht bei ihrer Amtseinführung im Bundesverteidigungsministerium im Bendlerblock, an Soldaten vorbei. Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Frau Kramp-Karrenbauer hingegen macht einen großen Sprung ins Ungewisse: auf für sie inhaltliches Neuland und allenfalls darüber spekulieren könnend, wie viel Zeit ihr überhaupt bleibt, die Baustelle Bundeswehr auf Vordermann zu bringen.

AKKs Ansprache zum Rekruten-Gelöbnis strahlte die gewünschte Souveränität einer Verteidigungsministerin aus; ganz im Gegensatz zum Interview-Geschwurbel der vergangenen Woche, als sie ihr plötzliches Kabinetts-Ja entgegen anderslautenden Beteuerungen zu verteidigen versuchte. Ziemlich wohlfeil allerdings die Forderung nach zusätzlichen Milliarden schon wenige Tage nach der Vereidigung – geschenkt. Die Truppe und Herr Trump haben’s sicherlich gern gehört.

Ob AKK nun in der Doppelbelastung Ministerin/Parteichefin die versprochene Wiederbelebung der CDU noch gelingt? Für ihre Karriere setzt sie alles auf eine Karte; weitere Pannen und Patzer im Konrad-Adenauer-Haus wären neues Wasser auf die Mühlen ihrer Rivalen.

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