Kommentar
Das Dauer-Drama: SPD ohne Kraft und Führung

Die Troika der Übergangsvorsitzenden steht vor den Trümmern einer saft- und kraftlosen Parteiorganisation, der es an prominent verkörperter Entschlossenheit, an programmatischer Klarheit und politischer Ausstrahlung derart mangelt, dass sich niemand der daran Beteiligten über die nach wie vor miserablen Umfragewerte wirklich wundern darf.

Freitag, 09.08.2019, 18:52 Uhr aktualisiert: 09.08.2019, 19:00 Uhr
Kommentar: Das Dauer-Drama: SPD ohne Kraft und Führung
Die SPD wird nach dem Rücktritt von Parteichefin Andrea Nahles kommissarisch von einem Trio geführt. Foto: Bernd Von Jutrczenka/dpa

Absolut überschaubar der Kreis derer, die bislang ihren Hut für den Parteivorsitz in den Bewerber-Ring geworfen haben. Zwischen Resignation und Fassungslosigkeit die Urteile altgedienter SPD-Granden über den Zustand der Partei und deren Gehversuche hin zu einer strategischen Neuausrichtung.

Und zu allem Überfluss interne Debatten darüber, ob diese SPD nun in Treue fest die große Merkel-Koalition durchstehen oder aber sie lieber platzen lassen soll. In dieser Partei scheint aktuell nur geklärt, dass nichts geklärt ist.

Auf der Suche nach Machtoptionen hält Rot-Rot-Grün zwangsläufig Einzug in die Gedankenwelt der SPD. Der Unterschied zu früher: Die Partei ist meilenweit davon entfernt, in einem solchen Bündnis Führung und Kanzlerschaft übernehmen zu können. Das zeigt das ganze Drama der einst so stolzen Volkspartei.

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