Schulze steuert bei der Tüte nach
Wahlen in Sicht

Nun also doch – die Plastiktüte dürfte in Deutschland bald komplett aus dem Markt verwinden, eventuell noch vor dem Trinkhalm und dem Einwegbecher. Bundesumweltministerin Svenja Schulze, die bei diesem Thema das Prinzip der Freiwilligkeit verteidigt hatte, greift trotz der Fortschritte zum Gesetz. Sie konnte, nachdem Bayern im Bundesrat initiativ geworden, ihre alte Position nicht mehr halten. Wie hätte das ausgesehen? CSU bringt SPD beim Umweltschutz auf Vordermann... Und dies vor den Wahlen.

Sonntag, 11.08.2019, 18:34 Uhr
Bundesumweltministerin Svenja Schulze will ein Verbot von Plastiktüten in Angriff nehmen.
Bundesumweltministerin Svenja Schulze will ein Verbot von Plastiktüten in Angriff nehmen. Foto: dpa

Überhaupt scheinen die Urnengänge in Sachsen, Brandburg und Thüringen manches zu beschleunigen. Während die SPD der Plastiktüte und dem Soli zu Leibe rückt, offenbart die CDU, wie kreativ sie den Klimaschutz steuern will – mit Abwrackprämie für alte Ölbrenner und Baum-Bonus. Fazit: Jeder möchte noch einmal beim Wähler punkten.

Beim Tüten-Gesetz dürfte sich bis auf den Handelsverband kaum jemand in den Weg stellen. Denn beim Plastik gibt es ungeachtet der vielen innovativen Einsatzmöglichkeiten, den Vorteilen bei Konstruktion und Funktion ohnehin nur noch eine zulässige Richtung: Weniger ist mehr.

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