Kommentar
Der Lackmustest

Leidenschaft ist das eine – Mut und Durchsetzungskraft das andere. Angela Merkel hat sich am Mittwoch im Bundestag als Klimakanzlerin zurückgemeldet. Sie will es offenbar noch einmal wissen und anpacken. Die Erderwärmung und deren Folgen beschreibt Merkel nachdrücklich als „Menschheitsherausforderung“. Sie spricht von einem „gewaltigen Kraftakt“. Große Worte der Kanzlerin – Klimapolitik ist eben kein „Pillepalle“.

Mittwoch, 11.09.2019, 20:38 Uhr aktualisiert: 11.09.2019, 22:14 Uhr
Kommentar: Der Lackmustest
Merkel bei der Generaldebatte: Das Geld für den Klimaschutz "ist gut eingesetzt". Foto: Michael Kappeler

Die Bundeskanzlerin weckt hohe Erwartungen: Am Freitag kommender Woche will die große Koalition ein grundlegendes Klimapaket schnüren. Der Inhalt? ­Einiges ist noch höchst umstritten – anderes bleibt ­nebulös. Die Klimapolitik wird zum Lackmustest für das schwarz-rote Bündnis – aber auch für Angela Merkels Führungsrolle.

Im roten Anorak 2007 vor Grönland: So hat Merkel einst das Bild der Klimakanzlerin geprägt. Inzwischen ist viel Zeit vergangen – und wenig geschehen. Nun steht Merkel endgültig unter Handlungsdruck. Der ­große Wurf – das wäre es. Aber davon sind Union und SPD weit entfernt. Unter dem Strich steht fest: Der Klimawandel kommt Deutschland so oder so teuer zu stehen.

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