Kommentar zur Pisa-Studie
Ein Armutszeugnis

Deutsche Schülerinnen und Schüler haben bei der Pisa-Erhebung von 2018 erneut nur mittelmäßig abgeschnitten. Redakteur Mirko Heuping findet, dass endlich Konsequenzen daraus gezogen werden sollten.

Dienstag, 03.12.2019, 17:16 Uhr aktualisiert: 03.12.2019, 17:56 Uhr
Kommentar zur Pisa-Studie: Ein Armutszeugnis
Foto: Marijan Murat/dpa

Die Pisa-Ergebnisse sind ein Armutszeugnis. Obwohl Deutschland zu den reichsten Ländern der Erde zählt, kann jeder fünfte 15-Jährige nicht richtig lesen, die Zahl der leistungsschwachen Schüler ist zudem deutlich gestiegen. Ein Bildungssystem, in dem ganze Gruppen junger Menschen auf der Strecke bleiben, kann und sollte sich Deutschland nicht leisten, will es seine Stellung als Wirtschaftsmacht langfristig behaupten.

Das Schlimmste ist: Überraschend sind diese Pisa-Ergebnisse nicht. Bereits bei den letzten Erhebungen sind deutsche Schüler nicht gerade positiv herausgestochen. Die Ergebnisse haben sich seitdem jedoch nicht nur nicht verbessert, sie haben sich verschlechtert. Die Gründe bleiben seit Jahren die gleichen: Zu wenig Personal, Versäumnisse in der frühkindlichen Bildung und mangelnde Digitalkompetenzen der Lehrer.

Nun wird es Zeit, dass endlich Konsequenzen gezogen werden. Dafür bedarf es neben einer besseren finanziellen Ausstattung auch des Willens und des Drucks, an den richtigen Stellschrauben zu drehen.

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