Kommentar: Kein Schutz für den „Balsamico“
Qualität vor Herkunft

Die Freigabe des Begriffs „Balsamico“ auch für süßsauren Essig aus Regionen außerhalb Italiens ist ein Gewinn für den Verbraucher. Grund: Die zwingende Zuordnung eines Produkts zu einer Region löst nicht das Qualitätsproblem.

Mittwoch, 04.12.2019, 18:38 Uhr aktualisiert: 04.12.2019, 18:55 Uhr
Balsamico darf auch aus Deutschland stammen.
Balsamico darf auch aus Deutschland stammen. Foto: imagoimages

Auch beim „Aceto Balsamico di Modena“, der aus der Ursprungsregion stammt, hat die Stiftung Warentest schon vor Jahren Produkte ausgemacht, die nur die Note „mangelhaft“ ver­dienten.

Daraus lässt sich die Regel ableiten, dass die Herkunft von Waren aus bestimmten Regionen den Konsumenten nicht dazu verleiten sollte, hohe Preise für dürftige Qualität zu zahlen. Herkunftssiegel sind keine Garantie für Hochwertigkeit.

Verwirrend ist die Regionalität von Produkten ohnehin. So muss etwa Parmaschinken im Gebiet rund um Parma in Italien hergestellt und sogar geschnitten werden, doch das Schweinefleisch kann durchaus aus dem Münsterland stammen.

Sinnvoll bleibt es indes, Lebensmittel möglichst aus der eigenen Region zu kaufen – zum Schutz der Umwelt und der heimischen Wirtschaft.

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