Kommentar
Der Feind in Fernost: Die Nato sieht in China eine Bedrohung

Jahrhunderte lang war China ein auf sich bezogenes Land. So groß, dass es sich selbst genügte. Das ist lange vorbei.

Mittwoch, 04.12.2019, 18:44 Uhr aktualisiert: 04.12.2019, 18:47 Uhr
Die Gipfelteilnehmer stehen beim Familienfoto vor Beginn der Arbeitssitzung des Nato-Gipfels.
Die Gipfelteilnehmer stehen beim Familienfoto vor Beginn der Arbeitssitzung des Nato-Gipfels. Foto: Michael Kappeler/dpa

Das Reich der Mitte hat sich zu einem Wirtschaftsgiganten gemausert und leitet daraus einen politischen Führungs­anspruch ab, den es so ­geschickt wie skrupellos umsetzt. Die außenpolitische Zurückhaltung – viele Jahre Credo der chinesischen Politik – ist Vergangenheit. Folglich war es zwangsläufig und nur eine Frage der Zeit, wann das Machtstreben Chinas mit den sicherheitspolitischen Interessen Europas und damit dem Gros der Nato-Staaten kollidiert.

China als Bedrohung zu definieren, dürfte auch ­Donald Trump gut zupasskommen. „America First“ bedeutet im Kern auch, keine Großmacht neben den USA tolerieren zu ­wollen.

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