Kommentar zum Dschungelcamp-Auftakt bei RTL
Verzicht – aus Respekt

In Australien brennt es. Und wenige Hundert Kilometer entfernt zieht RTL sein „Dschungelcamp“ auf. Das löst heftige Kritik aus.

Donnerstag, 09.01.2020, 19:00 Uhr aktualisiert: 09.01.2020, 23:22 Uhr
Kommentar zum Dschungelcamp-Auftakt bei RTL: Verzicht – aus Respekt
ARCHIV - 01.08.2015, Nordrhein-Westfalen, Hürth: Sonja Zietlow und Daniel Hartwig, Moderatoren, stehen nach der RTL-Show «Ich bin ein Star - Lasst mich wieder rein!» in Hürth. Foto: Marius Becker/dpa

Es ist eine erschreckende Vorstellung, dass sich von Freitag an wieder Millionen TV-Zuschauer in Deutschland an Ekelprüfungen, Zoff und Selbstoffenbarungen aus dem Dschungelcamp weiden, während auf dem selben Kontinent Brände wüten , die immer mehr Opfer unter Mensch und Tier fordern. Es wäre moralisch geboten gewesen, die Show abzublasen oder zumindest zu verschieben.
Beim Sender RTL spielen vermutlich finanzielle Gründe eine Rolle, das Show-Spektakel mit leichter Modifizierung, die Sicherheit suggerieren soll, wie gewohnt durchzuziehen. Zu üppig dürften die Einnahmen aus Werbeplatzvergaben im Umfeld der Sendung sein. Argumentiert wird mit der Maschinerie „Dschungelcamp“, an der auch in Australien zig Arbeitsplätze hängen. Das klingt nach schlechter Ausrede.
Bedauerlich ist, dass der Kölner Privatsender nicht wenigstens versucht, die Show dahingehend zu verändern, dass von ihr Aufmerksamkeit für das Drama im Südosten des Kontinents ausgeht – durch Aufklärung oder Spenden vielleicht. Dass ein Kandidat jetzt ankündigt, den Klimawandel im Camp zum Thema machen zu wollen, wirkt heuchlerisch.

Dschungelcamp 2020: Diese zwölf Kandidaten kämpfen um den Titel

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  • Sie kämpfen um den Titel als Dschungelkönigin beziehungsweise -könig (obere Reihe von links): Markus Reinecke, Elena Miras, Toni Trips, Daniela Büchner, Marco Cerullo (vordere Reihe von links): Günther Krause, Sonja Kirchberger, Prince Damien, Raúl Richter, Anastasiya Avilova, Sven Ottke

    Foto: TVNOW / Arya Shirazi
  • Markus Reinecke (50):

    Der RTL-Superhändler hat keine Angst vor Dschungelprüfungen: "Ich habe keine Prüfungsangst. Das ist schon mal ein kleiner Vorteil. Ich mache ja sämtliche Fun-Sportarten. Und ich habe ja immer Hunger, also esse ich auch alles." 

    Foto: TVNOW / Arya Shirazi
  • Claudia Norberg (49):

    Die Wendler-Ex will auch Michael thematisieren: "Natürlich wird mein Noch-Ehemann Michael Wendler ein Thema sein. Ich werde ja auch im normalen Leben ganz oft auf Michael angesprochen und das wird im Dschungel bestimmt auch der Fall sein. Wenn da Fragen aufkommen, dann können diese an mich gestellt werden." 

    Foto: TVNOW / Arya Shirazi
  • Raúl Richter (32):

    Der Schauspieler will unbedingt ins Finale: "Ich versuche unter die Top drei zu kommen. Na klar! Statistisch gesehen sieht das ganz gut aus, weil alle Leute, die mal bei GZSZ waren oder aktuell sind, relativ weit gekommen sind." 

    Foto: TVNOW / Arya Shirazi
  • Anastasiya Avilova (31):

    Das Model will bis zum Ende im Camp durchhalten: "Ich werde ein ganz anderer Mensch nach dieser Erfahrung sein. Auf jeden Fall habe ich nicht vor freiwillig zu gehen. Ich werde da so lange sitzen, bis ich rausgeschmissen werde."

    Foto: TVNOW / Arya Shirazi
  • Sonja Kirchberger (55):

    Für die Schauspielerin sind nicht die Dschungelprüfungen die größte Herausforderung: "Die Menschen reden immer von den Dschungelprüfungen. Die eigentliche Herausforderung sind die Anderen, die man nicht kennt. Auf was man sich da einlässt, auf so engem Raum, finde ich die absolut schwierigste Dschungelprüfung überhaupt." 

    Foto: TVNOW / Arya Shirazi
  • Marco Cerullo (31):

    Der Bachelorette-Kandidat hat keine Angst vor Tränen im Dschungel: "Es könnte schon passieren, dass da mal eine Träne fließt. Ich finde das nicht schlimm. Ich schäme mich dafür nicht. Das ist eine Stärke, wenn man das zeigen kann."

    Foto: TVNOW / Arya Shirazi
  • Prof. Dr. Günther Krause (66):

    Der Bundesverkehrsminister a.D. schert sich nicht darum, was andere sagen: "Die Mehrheit meiner Kollegen in der CDU sagen, der Krause ist eben ein Verrückter. Nun macht er auch noch das." 

    Foto: TVNOW / Arya Shirazi
  • Elena Miras (27):

    Das Reality-Sternchen will sich im Camp nichts gefallen lassen: "Ich muss nicht mit jedem zurechtkommen und wenn es nicht passt, dann passt es nicht. Wenn mich jemand dumm anmacht, dann mache ich ihn auch an. Das wird natürlich auch im Dschungel beibehalten." 

    Foto: TVNOW / Arya Shirazi
  • Danni Büchner (41):

    Die Kult-Auswanderin geht für ihren toten Mann in den Dschungel: "Es ist auch ein Versprechen an meinen Mann. Bis zu seinem Tod habe ich es ihm versprochen und jetzt ziehe ich das durch. Ich muss einfach nochmal eine Station durchleben, die auch mein Mann erlebt hat. Ich werde bestimmt die ein oder andere Träne vergießen." 

    Foto: TVNOW / Arya Shirazi
  • Prince Damien (29):

    Für den DSDS-Gewinner sind die Mitcamper die allergrößte Herausforderung: "Meine allergrößte Herausforderung werden die Menschen sein. Wenn ich kein Essen habe, dann steht die Moral ganz weit hinten an. Es kann sein, dass eine ganz böse dunkle Seite von mir rauskommt, die es bis vor kurzem noch nicht offiziell zu sehen gab." 

    Foto: TVNOW / Arya Shirazi
  • Sven Ottke (52):

    Der Box-Weltmeister kann auch böse werden: "Falls eine Situation kommt, in der das Nervenkostüm sehr dünn ist, und wenn dann irgendein Depp daherkommt, der mir ans Bein pinkeln will, dann kann es schon sein, dass ich böse werde."

    Foto: TVNOW / Arya Shirazi
  • Toni Trips (22):

    Die Sängerin will sich jeder Prüfung stellen: "Ich gehe in jede Dschungelprüfung rein: Augen zu und durch." 

    Foto: TVNOW / Arya Shirazi

 

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