Kommentar
Kampf gegen Kindesmissbrauch: Mehr Licht ins Dunkel

Bravo! Endlich reagiert der Bundestag so, wie es die allermeisten Bürger erwarten, und schärft im Kampf gegen skrupellose Täter auch im Netz die Klingen.

Freitag, 17.01.2020, 18:32 Uhr aktualisiert: 17.01.2020, 20:48 Uhr
Christine Lambrecht (SPD), Bundesjustizministerin, hebt während der Bundestagssitzung zum Thema Cybergrooming nach der Abstimmung den Daumen.
Christine Lambrecht (SPD), Bundesjustizministerin, hebt während der Bundestagssitzung zum Thema Cybergrooming nach der Abstimmung den Daumen. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Gegen die widerwärtige Geschäftemacherei mit Missbrauchsdarstellungen sowie die abstoßenden Versuche, sich Minderjährigen im Internet zu nähern, muss ein Staat konsequent und kompromisslos vorgehen. Die Opfer – Kinder und Heranwachsende – müssen besser als in der Vergangenheit geschützt werden.

Nur mit einem klaren Stopp-Zeichen, wie man das zuletzt bei der zunehmenden Hasskriminalität gesetzt hat, kann man auch das sogenannte Cybergrooming bekämpfen. Dass die Polizei jetzt versuchen wird, mit virtuell erzeugten Bildern in die übelsten Kreise vorzustoßen, um die Straftäter ans Licht zu zerren, mag vielleicht irritieren. Im Drogen- oder Waffenhandel ist die Lockvogel-Methode aber längst erfolgreich etabliert.

Die zusätzlichen Fahndungsmöglichkeiten sind zu begrüßen. Wirken werden sie aber nur, wenn auch fachlich gut ausgebildetes Personal die Ermittlungs- und Strafbehörden verstärkt. Sonst behalten die kriminellen Täter im Netz ihren Vorsprung.

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