Kommentar
Auswirkungen des Coronavirus: Gelassenheit ist gefragt

Der Corona-Virus bereitet sich aus. Die Folgen sind unabsehbar – auch die ökonomischen. Dennoch gilt auch in ­Sachen Corona die Überzeugung des ehemaligen Wirtschaftsministers und Bundeskanzlers Ludwig Erhard. Ein Kommentar.

Donnerstag, 13.02.2020, 16:54 Uhr aktualisiert: 13.02.2020, 20:28 Uhr
Der Coronavirus sorgt in Barcelona für die Absage der weltgrößten Mobilfunkmesse.
Der Coronavirus sorgt in Barcelona für die Absage der weltgrößten Mobilfunkmesse. Foto: LLUIS GENE

Medizinisch sollte die weitere Ausbreitungdes Coronavirus nach wie vor keinen ­Anlass zur Panik liefern – ökonomisch auch nicht. Doch die wirtschaftlichen Folgen der Krankheit werden von Tag zu Tag greifbarer: Die Absage der weltgrößten Mobilfunkmesse in Barcelona ist ein Ereignis, das die Bedrohung deutlich vor Augen führt. Signal für einen gravierenden Einfluss der Epidemie auf die Weltwirtschaft ist aber vor allem die wachsende Nervosität an den Börsen.

Dennoch gilt auch in ­Sachen Corona die Überzeugung des ehemaligen Wirtschaftsministers und Bundeskanzlers Ludwig Erhard . Der war überzeugt, dass Wirtschaft zu 50 Prozent Psychologie ist. Die Angst vor dem Virus könnte die Wirtschaft also auch dort lähmen, wo es gar keinen faktischen Grund für einen Schwächeanfall gibt. Die Konsumausgaben der Verbraucher könnten beispielsweise auch in Deutschland sinken – nur weil die übertriebene Furcht vor höherer Arbeitslosigkeit durch wegbrechende Aufträge aus China die Kauf­stimmung trübt.

Doch was ist zu tun, um diese negativen Effekte in Grenzen zu halten? Mehr seriöse Aufklärung über das tatsächliche medizinische Risiko und eine Gelassenheit, die deutlich macht, dass das Coronavirus für fast alle Menschen im schlimmsten Fall eine ­minimale Bedrohung darstellt – auch wirtschaftlich.

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