Kommentar
Planungssicherheit: Das Abitur wird geschrieben

Die Kultusministerkonferenz hat beschlossen, dass die Abiturprüfungen wie geplant stattfinden sollen. Eine gute Entscheidung.

Mittwoch, 25.03.2020, 22:00 Uhr aktualisiert: 25.03.2020, 22:11 Uhr
Das Abitur soll in NRW wie geplant stattfinden.
Das Abitur soll in NRW wie geplant stattfinden. Foto: Julian Stratenschulte

Natürlich lag für diese Krise kein Drehbuch in der Schublade, nach dessen Muster die Abläufe zwischen Bund und vor allem den Bundesländern hätten besser koordiniert werden können. Dies gilt für die Beschränkungen des öffentlichen Lebens, bei denen Bayern den Takt und das Tempo vorgab und andere nacheilen mussten.

Auch bei der Durchführung des Abiturs zeigte sich der Föderalismus zunächst von seiner negativen Seite. Es war Markus Söder, der die vorgeschriebene zeitliche Parallelität der Prüfungen mit einem Satz vom Tisch wischte und damit das Zentralabitur ab absurdum führte. Die anderen Länder und die zuständige Kultusministerkonferenz waren weder eingeweiht noch in der Lage, etwas dagegen zu setzen. Bayern first, NRW second.

Erst spät beweist die Kultusministerkonferenz Handlungsfähigkeit. Das Abitur wird mit allen vorgesehenen Prüfungen und Klausuren geschrieben – unter Berücksichtigung der besonderen Umstände. Die Schülerinnen und Schüler, die vor der wichtigsten Prüfung ihres bisherigen Lebens stehen, haben jetzt auch in NRW die Planungssicherheit, die sie brauchen. Ein ermutigendes Zeichen hin zur Rückkehr in ein Stück Normalität.

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