Kommentar
Antragsflut zur Soforthilfe: Ganz unbürokratisch

Bei der NRW-Soforthilfe hat die Verwaltung vorbildlich gehandelt – schnell, unbürokratisch und flexibel. Ein Kommentar.

Donnerstag, 02.04.2020, 10:12 Uhr aktualisiert: 02.04.2020, 11:09 Uhr
Die Soforthilfe für Solo-Selbstständige und Kleinunternehmer ist gefragt.
Die Soforthilfe für Solo-Selbstständige und Kleinunternehmer ist gefragt. Foto: colourbox.de

Es ist immer wieder die Rede davon, dass die Mühlen der Verwaltung langsam mahlen. Bei der Corona-Soforthilfe für Solo-Selbstständige und Kleinunternehmer straften die Behörden aber alle Kritiker Lügen. Denn hier handelte die Verwaltung schnell, unbürokratisch und flexibel. Schnell, weil viele Anträge schon nach wenigen Stunden beschieden wurden. Das löste in sozialen Netzwerken sogar Lobeshymnen auf die Arbeit der Verwaltung aus. Unbürokratisch, weil die Behörden sich schon bei der Antragstellung bürgernah zeigten. Der Antrag war bequem abrufbar und simpel zu handhaben. Auf unverständliche Formulierungen, die in der Verwaltungssprache nicht unüblich sind, wurde verzichtet. Flexibel, weil die Bezirksregierung am Wochenende Extraschichten schob, um die Antragsflut zu stemmen und zügig bearbeiten zu können. Flankiert wurde das Ganze noch von Experten der IHK und der Handwerkskammer, die in den vergangenen Tagen Tausende Anrufe zum Thema Soforthilfe beantworteten. Alles in allem also eine Gemeinschaftsleistung, die Wirkung zeigt.

Natürlich darf man jetzt nicht erwarten, dass solch ein Kraftakt der Verwaltung außerhalb von Krisenzeiten zur Normalität wird. Aber als Vorbild taugt die bürgernahe und flexi­ble Herangehensweise allemal.

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