Kommentar
Fußball-Bundesliga meldet sich zurück: Sanftes Comeback

Münster -

Die Fußball-Bundesligisten trainieren wieder – eingeschränkt und in Kleingruppen, aber immerhin. Richtig oder falsch? Unser Sportredakteur Alexander Heflik hat sich des Themas angenommen.

Montag, 06.04.2020, 19:00 Uhr aktualisiert: 06.04.2020, 19:19 Uhr
Training mit Mindestabstand: Robert Lewandowski (M.) und Co. dürfen wieder auf den Übungsplatz –
Training mit Mindestabstand: Robert Lewandowski (M.) und Co. dürfen wieder auf den Übungsplatz – Foto: dpa

Eigentlich ist dies ja ein wunderbares Pro- und Contra-Thema. Die Contra-Fraktion, diejenigen, die gegen einen Re-Start der Fußball-Bundesliga im Mai sind, würden klar die argumentative Hoheit haben. Der Tenor – neben vielen vernünftigen Gründen – dürfte ungefähr so lauten: Keine Extrawurst für die verwöhnten Multi-Millionäre und diese unerträglich Blase, auf keinen Fall eine Lex Fußball. Wieso dürfen die überhaupt wieder trainieren?

Dabei ist das Ansinnen dieses Wirtschafts-Unternehmens, möglichst schnell wieder Einnahmen zu erzielen, durchaus verständlich. Ein sanftes Comeback in schwierigsten Zeiten, und genau das wären die Geisterspiele, ist eine Alternative. Keine wirklich gute, eher eine traurige, der Name trägt es in sich. Halloween-Fußball.

Nur, Fußball ist ein großer gemeinsamen Nenner unserer Gesellschaft, manchmal sogar eine Art Kitt wie bei WM-Triumphen. Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit wären zunächst nur Fußballspiele. Wer sich das anschaut, dem ist das wichtig, der kann nicht ohne, für diese Menschen ist das wichtiger denn je. Vielleicht ein leiser Grund, nicht sofort kategorisch alles abzulehnen. Vielleicht hilft es beim Neuanfang. Vielleicht.

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