Der Kampf gegen das Coronavirus
Blaupause Coesfeld

Seit zwei Wochen haben die politisch Verantwortlichen im Kampf gegen das Virus die Kompetenzen neu geregelt und ausgerichtet. Der richtige Weg? Was Heinsberg und Coesfeld zeigen könnten - ein Kommentar. 

Donnerstag, 14.05.2020, 16:00 Uhr
Der Kampf gegen das Coronavirus: Blaupause Coesfeld
Der Fleischbetrieb "Westfleisch" in Coesfeld ist mit mehr als 260 Infizierten ein Corona-Brennpunkt. Foto: Marcel Kusch/dpa

Seit zwei Wochen haben die politisch Verantwortlichen im Kampf gegen das Virus die Kompetenzen neu geregelt und ausgerichtet. Der Bund vertraut bei der Ermittlung und Eindämmung so genannter Corona-Hotspots weniger auf zentrale Entscheidungen, sondern gibt den Städten und Kreisen mehr Befugnisse und Verantwortung.

Dass dieser Weg Erfolg versprechend ist, bewies als erster Heinsbergs Landrat Pusch, der nach dem karnevalsbedingten Corona-Ausbruch rund um die Gemeinde Gangelt ohne jegliche Erfahrungswerte im Umgang mit der Pandemie die Dynamik der Infektionen erst abschwächte und dann in den Griff bekam. Auch in Coesfeld kam es nach den Vorfällen in dem Westfleisch-Betrieb darauf an, erst den Infektionsherd zu ermitteln und dann den Ausbruch zu lokalisieren. Dies scheint nach Auswertung der Testergebnisse gelungen zu sein.

Heinsberg und Coesfeld könnten damit die Blaupause für einen Kurs werden, der zwischen dem Schutz der Bevölkerung vor gesundheitlichen Gefahren und dem Interesse der umliegenden Regionen an einer weitgehenden Normalisierung des Lebens die richtige Balance findet.

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