Kommentar: Historischer Wirtschaftseinbruch
Mit Widerstandskraft

Dass im Juli mehr Menschen keinen Job haben, ist üblich. Die Corona-Krise hat nun nicht mehr zu einem deutlichen Zuwachs beigetragen. Die Kurzarbeit lag im Mai auf Rekordniveau. Ein Kommentar zur wirtschaftlichen Lage in Deutschland.

Donnerstag, 30.07.2020, 19:50 Uhr aktualisiert: 30.07.2020, 19:56 Uhr
Kommentar: Historischer Wirtschaftseinbruch: Mit Widerstandskraft
(Symbolbild) Foto: Oliver Berg

Die Corona-Pandemie hat der deutschen Wirtschaft in den Monaten März bis Juni schwere Schläge versetzt. Exporte, Importe, Konsum – alle wichtigen Wachstumskomponenten haben etwas abgekommen. Doch zu einem Knock-out kam es nicht. Im Gegenteil: Die Ökonomen sind sich einig, dass das Bruttoinlandsprodukt schon im aktuellen dritten Quartal wieder steigt.

Zur schnellen Erholung trägt vor allem das milliardenschwere Konjunkturpaket der Bundesregierung bei. Doch nicht nur die in den vergangenen Jahren äußerst solide Finanzpolitik des Staates hat die Grundlage für die Nothilfe der öffentlichen Hand geschaffen. Auch die gute Verfassung der meisten deutschen Unternehmen hat vielfach eine Widerstandskraft kreiert, die sich nun in der schweren Nachfragekrise auszahlt.

Ein klares Zeichen dafür, dass die heimische Volkswirtschaft im internationalen Vergleich gut dasteht, ist die Entwicklung der Arbeitslosenzahl. Sie wächst derzeit nur saisonal bedingt. Ohne die Nutzung der Kurzarbeit wäre die Lage angespannter. Dieses Instrument vermeidet nicht nur soziales Leid. Den Unternehmen beschert es auch Personalressourcen für die Zukunft.

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