Kommentar
Beherztes Durchgreifen gegen Schreihälse

Tausende dicht an dicht auf der Straße, unbekümmerte Party im Urlaub oder am Wochenende - manche nehmen die Infektionsgefahr in der Pandemie auf die leichte Schulter. Was tun?

Sonntag, 02.08.2020, 17:48 Uhr
Demonstration gegen Corona-Maßnahmen in Berlin.
Demonstration gegen Corona-Maßnahmen in Berlin. Foto: Stefan Zeitz via www.imago-image

Nein, die Gefahr ist nicht vorbei. Diesen Tatbestand können Verschwörungstheoretiker, Wirrköpfe und Rechtsradikale mit ihren wirren Botschaften nicht außer Kraft setzen. Im Gegenteil: Jeder der 20.000 Demonstranten ist ein potenzieller Superspreader, dessen Verhalten das Risiko für die Allgemeinheit erhöht und die Kosten für eine Behandlung der Gesellschaft aufbürdet. Denn weder Dummheit noch Dreistigkeit machen immun gegen das Virus.

Natürlich werden vor allem Vorsichtige nur den Kopf schütteln angesichts der Bilder von überfüllten Stränden oder dicht gedrängter Partymeilen. Abstand, Masken? Nicht vorhanden oder als lästiges Beiwerk abgelegt. Es ist verständlich, dass einer an Freiheit und Vergnügen orientierten Gesellschaft eine Einschränkung genau dieser Werte schwer fällt. Dies gilt umso mehr, als dass die vergangenen Wochen den Eindruck vermitteln konnten, die Gefahr sei überwunden. Ist sie aber nicht.

Deutschland kann sich keinen zweiten Lockdown leisten. Der Ausweg: Ein beherztes Durchgreifen der Polizei und Ordnungskräfte gegen Schreihälse und unvorsichtige Partykönige sowie ein Ausweiten der Testkapazitäten mit anschließender Quarantäne im Fall der Infizierung.

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