Kommentar
Bußgeld im Personennahverkehr: Der richtige Weg

150 Euro Bußgeld für Fahren ohne Maske im Personennahverkehr. Das schlägt NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst vor. Ein richtiger Weg.

Mittwoch, 05.08.2020, 17:36 Uhr aktualisiert: 05.08.2020, 18:06 Uhr
Kommentar: Bußgeld im Personennahverkehr: Der richtige Weg
Mitarbeiter der Deutschen Bahn gegen gemeinsam mit Beamten der Bundespolizei durch einen Regional Express. Foto: dpa

Wenn Freiwilligkeit und solidarische Einsicht in die Gefahr nicht helfen, muss der Staat einschreiten. Dies gilt im Fall der aktuellen Pandemie auch dann, wenn sich zwar eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung im öffentlichen Nahverkehr an die Abstandsregel und Maskenpflicht hält, eine uneinsichtige oder fahrlässige Minderheit dies eben nicht tut.

NRW-Verkehrsminister Wüst hat nun eine Erhöhung der Bußgelder angekündigt, einige andere Bundesländer ziehen nach. 150 Euro Bußgeld sind wahrlich keine Kleinigkeit – aber genauso wenig ist es eben eine läss­liche Kleinigkeit, sich im begrenzten Raum eines Zug­abteils oder im Gedränge im Bus nicht an die Regeln zu halten.

Nordrhein-Westfalen ist bisher relativ gut durch die Krise gekommen – auch das Verdienst der Menschen, die sich bisher diszipliniert und solidarisch verhalten haben. Aufgeregte Debatten über die Effizienz von Masken zum Schutz vor Covid 19 kann jeder selbst ernannte Hobby-Virologe gern im Wohnzimmer führen – aber nicht mit anderen Passagieren oder Busfahrern, die aktuell für ihren Dienst an der Gemeinschaft ohnehin einem erhöhten gesundheitlichen Risiko ausgesetzt sind.

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