Tödlicher Unfall mit Betonplatte
Diesen Stau auflösen

Ein tödlicher Unfall, der ein Kernproblem in unserem Land aufzeigt: Die falsch montierte Lärmschutzplatte an der A 3, die einer Autofahrerin das Leben kostete, ist ein Anzeichen für eine zunehmend marode Infrastruktur. Die Verkehrspolitik steht vor einer Mammutaufgabe.

Donnerstag, 26.11.2020, 21:44 Uhr
Eine große Betonplatte einer Lärmschutzwand ist am 13. November auf der Autobahn 3 bei Köln auf einen Wagen gestürzt und hat eine Autofahrerin getötet.
Eine große Betonplatte einer Lärmschutzwand ist am 13. November auf der Autobahn 3 bei Köln auf einen Wagen gestürzt und hat eine Autofahrerin getötet. Foto: Feuerwehr Köln

Der tödliche Unfall mit der falsch montierten Lärmschutzplatte an der Autobahn 3 resultiert wohl aus Pfusch bei der Montage – von den Behörden als „improvisiert“ bezeichnet. Die Firma, die dafür Verantwortung trägt, ist nach der Insolvenz zumindest zivilrechtlich dafür nicht mehr zur Verantwortung zu ziehen.

 

Über den Einzelfall hinweg beleuchtet dieser tödliche Vorfall die Mammutaufgabe, vor der die Verkehrsminister der Länder und des Bundes stehen. Viele Brücken, Straßen und Bahnstrecken sind auf das Verkehrsaufkommen und die Mobilität der 80er und 90er Jahre ausgerichtet, einer Zeit, in der Europa geteilt war und globalisierte Warenströme nur Thema in wissenschaftlichen Seminaren waren. Heute bestimmen funktionierende Verkehrswege maßgeblich mit über wirtschaftlichen Erfolg von Regionen und Unternehmen – man blicke nur auf den Aufschwung entlang der Autobahnen 30 und 31.

 

Das Land Nordrhein-Westfalen muss Milliarden aufwenden, um diesen Investitionsstau aus vergangenen Zeiten abzuarbeiten. Es ist gerade mit Blick auf die Nach-Corona-Zeit gut investiertes Geld, um dieses Land im Herzen Europas wettbewerbsfähig zu halten.

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