Kommentar
Taser sollen Polizisten in NRW besser schützen: Alarmierende Zahlen

Die Zahl der Angriffe auf Polizisten ist massiv gestiegen. Umso wichtiger ist es, Beamte noch besser zu schützen. Der Taser gibt Polizisten ein Stück mehr Sicherheit in brenzligen Situationen. Ein Kommentar.

Freitag, 15.01.2021, 16:24 Uhr aktualisiert: 15.01.2021, 17:24 Uhr
Polizisten in Dortmund, Düsseldorf, Gelsenkirchen und im Rhein-Erft-Kreis testen jetzt die Taser. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) übergibt eines der insgesamt 70 Geräte.
Polizisten in Dortmund, Düsseldorf, Gelsenkirchen und im Rhein-Erft-Kreis testen jetzt die Taser. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) übergibt eines der insgesamt 70 Geräte. Foto: Rolf Vennenbernd

Jeden Tag werden nach Angaben des Bundeskriminalamts durchschnittlich 200 Polizistinnen und Polizisten Opfer von Gewalt. Es ist alarmierend, dass zwischen 2012 und 2019 in NRW die Zahl der Angriffe auf Polizisten um fast 39 Prozent gestiegen ist. Deswegen ist es dringend geboten, die Beamten noch besser zu schützen.

Denn immer mehr Menschen agieren respektlos gegenüber Einsatzkräften – und schrecken teils auch vor Gewalt nicht zurück. Die Taser, aufgrund der gelben Si­gnalfarbe schnell zu erkennen, sind für Beamte zumindest ein zusätzliches Mittel zur Abschreckung. Zudem haben Polizisten jetzt die Option, einen gefährlichen Angreifer mit dem Elektroschockgerät kurzzeitig handlungsunfähig zu machen, ohne selbst weitere Gewalt anwenden zu müssen.

Um notorischen Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen, die nur die Risiken sehen wollen, ist es taktisch klug, die Taser erst probeweise einzusetzen. In Rheinland-Pfalz gehören sie nach erfolgreicher Testphase zur Standardausrüstung im Streifendienst.

Hoffentlich geschieht dies bald auch in NRW. Der Taser gibt Polizisten ein Stück mehr Sicherheit in vielen brenzligen Situationen.

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