Kommentar
Der politische Streit verroht: Hass bleibt nicht virtuell

Politisch motivierte Straftaten haben im vergangenen Jahr einen Höchststand erreicht. Mehr als die Hälfte dieser Straftaten ging 2020 auf das Konto von Rechten. Politische Hass-Parolen haben Folgen im realen Leben, warnt unser Kommentator Martin Ellerich. Von Martin Ellerich
Dienstag, 04.05.2021, 18:52 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 04.05.2021, 18:52 Uhr
Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sieht im Rechtsextremismus die größte Gefahr für die Sicherheit unseres Landes.
Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sieht im Rechtsextremismus die größte Gefahr für die Sicherheit unseres Landes. Foto: dpa
Zwei Klicks – und der Hass scheint sich nur so aus dem ­Monitor zu er­gießen: „Volksverräter“, „Kanzler-Diktatorin“ oder unverhüllt drohend: „Demnächst wird abgerechnet.“ Wo Hass sprießt, spritzt am Ende oft Blut. Das sollte auch dem Letzten spätestens seit dem 1. Juni 2019 klar sein: An dem Tag wurde Walter Lübcke auf seiner Terrasse erschossen. Vorausgegangen war eine beispiellose Hetzkampagne gegen den CDU-Politiker in den sozialen Medien – Mordaufrufe inklusive. Nein, bei Hass-Parolen gibt es kein „War doch nicht so gemeint“ – auch nicht online.
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