Nachrichten Münster
Linie 1 knüppelvoll: Jetzt gibt es einen Gelenkbus durch die City

Dienstag, 04.12.2007, 21:12 Uhr

Münster . Die Linie 1 heißt nicht ohne Grund Linie 1. Sie ist die am stärksten genutzte Busverbindung in der Stadt, zugleich aber auch die komplizierteste. Denn gleich zwei Unternehmen teilen sich mit den Stadtwerken die Konzession zum Betrieb der Linie. Die Rede ist von den Firmen Weilke und Westfalen-Bus.

Wenn „drei selbstbewusste Unternehmen verhandeln“, drückte es Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Norbert Ohlms am Dienstag bei einem Pressegespräch aus, „dann kann es etwas länger dauern.“

Genauer gesagt dauerte es ein Jahr, bis sich die Partner auf einen gemeinsamen Standard auf dieser Linie einigten. Anders ausgedrückt: Weilke und Westfalen-Bus passen sich dem Niveau der Stadtwerke-Busse an.

Das bedeutet konkret, dass ab dem Fahrplanwechsel zum 7. Januar verstärkt große Gelenkbusse zum Einsatz kommen. Alle Busse sind klimatisiert und verfügen über eine einheitliche Info-Tafel, die die Haltestellen anzeigt. Zudem nutzen auch Weilke und Westfalen-Bus einen Bordcomputer, damit der aktuelle Standort der Busse ständig zur Stadtwerke-Leitzentrale übermittelt werden kann. Mit Hilfe dieser Daten können die elektronischen Busfahrpläne an den zentralen Haltestellen minutengenau die Ankunftszeit angeben.

Nach Angaben von Reinhard Schulte , bei den Stadtwerken verantwortlich für den Busverkehr, ist der Druck „zu einer verstärkten Kooperation“ in den zurückliegenden Monaten deutlich gestiegen. Seit der letzten Fahrplanumstellung im Januar fährt die Linie 1 – von Amelsbüren und Hiltrup kommend – direkt durch die Innenstadt und dann weiter in Richtung Klinikum, Gievenbeck Südwest und Roxel. Die Fahrgastzahlen seien noch einmal gestiegen, so Schulte, damit aber auch die Beschwerden über fehlende Kapazitäten.

Die neue Kooperation hat für die Firma Weilke ganz konkrete Auswirkungen. „Wir haben zwei neue Gelenkbusse geordert“, erklärte am Dienstag Geschäftsführer Peter Weilke. Die Westfalen-Bus GmbH, deren Fahrer ebenfalls zwischen Amelsbüren und Roxel pendeln, wird Fahrzeuge aus dem Fuhrpark der Stadtwerke anmieten. Die neue Regelung soll für acht Jahre gelten.

Stefan Weber, Vorsitzender des Stadtwerke-Aufsichtsrates, freute sich am Dienstag, dass die „Aufwertung der Linie 1“ jetzt ihren Abschluss gefunden habe. Mit einem klimatisierten Gelenkbus und ohne Umstieg bis zum Prinzipalmarkt fahren zu können, das sei für ihn, den Amelsbürener, „schon eine tolle Sache“.

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