Nachrichten Münster
SPD will die Blockade am Hafen umschiffen

Montag, 10.12.2007, 07:12 Uhr

Münster . Die SPD will am Stadthafen I klar Schiff machen: Nach Ansicht der Sozialdemokraten dauert die Umsetzung des Masterplans Hafen, der auch für das Gelände gegenüber dem Kreativkai Kultur und Dienstleistung vorsieht, zu lange. Damit würden möglicherweise Entwicklungschancen verspielt, so die Befürchtung.

Man müsse endlich prüfen, meint SPD-Ratsfraktionschef Wolfgang Heuer , welche Möglichkeiten es aktuell gebe, um im Bereich des derzeitigen Industriegebiets neue Nutzungen zu ermöglichen. Dazu fordert die SPD die Stadtverwaltung auf und hofft dabei auf die Zustimmung der übrigen Fraktionen.

Heuer befürchtet, dass bei weiterem Stillstand in dem Bereich auf Jahre die Entwicklung für das ganze Gebiet blockiert werde. „Und das, obwohl es Interessenten für Investitionen gibt“, so der SPD-Politiker unter Verweis auf Diskothekenbetreiber Steffi Stephan, der mit seinem „Jovel“ dauerhaft im Hafen vor Anker gehen will. Gleichzeitig verweist Heuer auf die Speichergebäude, die „bereits von der Wirtschaftsförderung beworben werden“.

Der SPD-Fraktionschef fordert von der Stadtverwaltung eine Gesamtstrategie für das Gebiet südlich vom Stadthafen I. Dabei müsse die Auslagerung von vorhandenen Industriebetrieben diskutiert werden. Dazu gehöre auch das Gefahrstofflager der Firma Lehnkering. Bereits in der Vergangenheit hatte es Bemühungen gegeben, mit dem Unternehmen über einen Wegzug zu verhandeln. Bislang allerdings erfolglos. Möglicherweise lag dies auch an einer zu geringen Entschädigungssumme seitens der Stadt.

„Zu gegebenem Zeitpunkt müssen wir neu darüber sprechen“, meint unterdessen Heuer. Denn schließlich habe sich die Faktenlage im Hafengebiet „dramatisch geändert“. Die SPD möchte nun von der Stadtverwaltung geklärt wissen, ob allein das Gefahrstofflager den Wandel gegenüber dem Kreativkai noch auf Jahre blockieren werde.

Nach Einschätzung von Heuer könnte es eventuell schon jetzt möglich sein, dass gewisse Teile aus dem Industriegebiet „herausgeschnitten und neu genutzt werden“ – etwa durch durch eine Änderung des Bebauungsplans. „Ich will das wissen.“ Mit dem weiteren Stillstand im nur teilweise boomenden Hafengebiet kann sich der SPD-Politiker nach eigenem Bekunden nicht abfinden.

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