Nachrichten Münster
Musikhalle: Markus Müller als Projektmanager

Samstag, 12.01.2008, 07:01 Uhr

Münster - Stiftung und Verein Musikhalle machen mobil, um sich für einen möglichen Bürgerentscheid zu wappnen: Am 22. Januar wollen sie ein Kampagnenbüro am Kreativkai eröffnen. Und für eine prominente Besetzung ist auch gesorgt: Als Projektmanager wurde Markus Müller gewonnen – der vielen Münsteranern als Projektleiter der Kulturhauptstadt-Bewerbung noch in guter Erinnerung ist.

„Wir müssen jetzt die Befürworter mobilisieren“, sagt Lisa Fiege , Vorsitzende des Stiftungsrates. Und dabei soll der 45-jährige Kultur-Manager helfen. Auch wenn Münster nicht Kulturhauptstadt geworden sei, so Fiege, habe Müller bewiesen, dass er in Münster Menschen für Kultur mobilisieren könne: „Das Bild von einem Prinzipalmarkt voller Menschen in roten T-Shirts haben wir alle noch im Kopf.“

„Hier geht es nicht nur um ein wichtiges Investitionsprojekt – hier steht der Anspruch der Stadt auf dem Spiel, ein kulturelles Oberzentrum mit großer Strahlkraft zu sein“, begründet Müller sein Engagement für die Kultur- und Kongresshalle. Und er macht keinen Hehl daraus, dass auch ein bisschen „Herzblut“ mit im Spiel ist.

Müller lebt seit 2004 in Berlin. Er ist Lehrbeauftragter an der Universität der Künste, überdies berät er Privatsammler und Kulturinstitutionen in allen Fragen der Kommunikation. Demnächst wird Müller wieder regelmäßig in Münster sein – „mit Fortschreiten der Kampagne immer häufiger“. Er ist vorerst bis Ende Mai engagiert worden.

Neben Müller koordinieren Birgit Schlepütz, Geschäftsführerin des Vereins und der Stiftung Musikhalle, sowie der Kommunikationsberater Jörg Heithoff das Kampagnenteam, das etwa zwei Dutzend ehrenamtliche Helfer umfassen soll.

Nach dem derzeitigen Stand der Dinge wird sich der Rat auf seiner Februar- oder März-Sitzung mit dem Bürgerbegehren gegen die städtische Finanzierung einer Musik- und Kongresshalle beschäftigen. Ein möglicher Bürgerentscheid könnte im April oder Mai stattfinden.

Dr. Klaus Anderbrügge, Vorsitzender des Vereins Musikhalle, sieht in einem Bürgerentscheid auch eine Chance für das Projekt – und hofft, dass er zu einem „eindrucksvollen Statement der kulturinteressierten Münsteraner“ wird.

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