Nachrichten Münster
Wenn die Atemluft knapp wird

Montag, 07.04.2008, 11:04 Uhr

Münster . Wer kennt das nicht: Nach dem Laufen kommen zumindest bei den Untrainierten schnell die Seitenstiche und die Luftknappheit . Doch nach ein paar Minuten hat sich die Atmung wieder normalisiert. Doch es gibt auch Menschen, die bereits nach ein paar Treppenstufen Schwierigkeiten bekommen – und beim Arztbesuch stellt sich heraus, dass sie an einer Lungenkrankheit wie chronisch obstruktiver Bronchitis oder einem Lungenemphysem leiden.

Sowohl an die Betroffenen als auch an die Angehörigen richtete sich das Angebot des Gesundheitshauses, das mit der Selbsthilfegruppe Sauerstoff-Langzeittherapie den Aktionstag „Atemlos 2008“ organisiert hatte. Bereits zum vierten Mal konnten sich die Besucher sowohl bei Vorträgen von vier Lungenfachärzten als auch bei Vertretern von Medizinfirmen über die Behandlungsmöglichkeiten solcher Krankheit informieren.

„Meist beginnen die Probleme mit Atemlosigkeit“, erklärte Dorothea Kuhn von der Selbsthilfegruppe Sauerstoff-Langzeittherapie. Man schaffe es einfach nicht mehr, die einfachsten Dinge zu erledigen wie Treppensteigen oder Fahrradfahren.

Auch Dr. Uwe Hemmers bestätigte die Diagnose. „Wer während des Schlafes auf einmal Luftknappheit bekommt, dass Angst aufsteigt, sollte schon am nächsten Tag den Arzt besuchen.“ Dabei seien einige Gruppen besonders bedroht. „Gerade Raucher bekommen oft eine Lungenkrankheit“, so Hemmers. Häufig werden ihm klassische Symptome beschrieben. „Viele erklären den Zustand so, als ob jemand auf ihrer Brust sitzt oder als ob in der Lunge eine Atem-Blockade wäre“, so der Arzt.

Jörg Espei. Leiter des Gesundheitshauses, ergänzte die Liste der Risikogruppen: „Wer Kortison genommen hat, an einer Herzerkrankung leidet oder einfach nur über 65 Jahre alt ist, gehört zu den gefährdeten Gruppen“, so Espei. Danach bleibe den Betroffenen nur noch die Sauerstoff-Therapie. „Die Kranken sind auf eine tragbare Sauerstoffflasche angewiesen – diese muss aber immer wieder aufgetankt werden“, erklärte der Leiter des Gesundheitshauses. Zum Glück sei die Versorgung mit dem lebenswichtigen Gas in Deutschland gesichert.

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