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Visionen am Hafen: Archive und Architekten

Münster. Macht sich die Kreativität bald auch auf der dem Kreativkai gegenüberliegenden Hafenseite breit? So wie es derzeit aussieht, werden in dem mächtigen alten Flechtheim-Speicher demnächst Archive, Arztpraxen und Architekturbüros eingerichtet...

Dienstag, 13.05.2008, 08:05 Uhr

Münster - Macht sich die Kreativität bald auch auf der dem Kreativkai gegenüberliegenden Hafenseite breit? So wie es derzeit aussieht, werden in dem mächtigen alten Flechtheim-Speicher demnächst Archive, Arztpraxen und Architekturbüros eingerichtet. Und obendrein ist auch noch ein Café vorgesehen.

Der mächtige Speicherbau am Hafenbecken befindet sich im Eigentum der Stadtwerke. Und so soll es auch bleiben. Schließlich liegt der Speicher in unmittelbarer Nachbarschaft des neuen GUD-Kraftwerks. Und da möchte man, wie es heißt, „keine unnötigen Konfliktpunkte“ schaffen.

Im vergangenen Jahr hatten die Stadtwerke sechs Architekturbüros eingeladen, sich Gedanken um die künftige Nutzung des imposanten Gebäudes zu machen. Am Ende favorisierte die Jury zwei ganz unterschiedliche Entwürfe. Der münsterische Architekt Andreas Heupel hatte vorgeschlagen, hier ein Design-Hotel einzurichten – inklusive Schwimmbad und Wellnessbereich. Das Lüdinghauser Architekturbüro Pfeiffer, Ellermann und Preckel setzte in seinem Entwurf dagegen einen Schwerpunkt bei der Archivnutzung – ähnlich wie in der Speicherstadt Nord in Coerde . Die beiden Architekturbüros wurden im Herbst gebeten, ihre Entwürfe weiter zu präzisieren.

Mittlerweile favorisiert der Aufsichtsrat offenbar die Archiv-Variante – nicht zuletzt aus wirtschaftlichen Erwägungen, wie es heißt. Das Investitionsvolumen für ein Hotel sei erheblich höher, verlautet aus dem Aufsichtsrat. Und man fürchtet wohl auch, dass es bei einem Hotel eher „Kollisionen“ mit der benachbarten Stadtwerke-Nutzung geben könnte.

Derzeit läuft also wohl alles auf den Entwurf des Büros Pfeiffer, Ellermann und Preckel zu. Allerdings haben sich Gespräche mit der Universität, die hier in großem Stil Archivraum belegen wollte, in den letzten Tagen zerschlagen. Nun wird mit anderen Interessenten verhandelt. Ein großer Mieter wäre den Lüdinghausern aber auf alle Fälle sicher, wenn sie den Zuschlag bekämen: Das Architekturbüro Pfeiffer, Ellermann und Preckel will, so heißt es, nach Münster umziehen – und würde sich gerne am Hafen niederlassen.

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