Hochschule Münster
Tierschutz im Biologie-Studienplan

Dienstag, 29.07.2008, 13:07 Uhr

Münster – Seit zwei Jahren steht für angehende Biologen an der Universität in Münster Tierschutz auf dem Studienplan . In dem nach Hochschulangaben deutschlandweit einmaligen Ausbildungskonzept werde das Thema in Vorlesungen, Praktika und Exkursionen behandelt, teilte die Universität am Dienstag mit.

Es gebe in Deutschland ein Defizit in der Ausbildung im Tierschutz, sagte der Verhaltensbiologe Prof. Norbert Sachser nach Angaben der Hochschule. Die Universität teilte mit, in den Bachelor- und Masterstudiengängen werde gelehrt, welche Alternativen zu Tierversuchen bestehen und wie die Emotionen von Tieren beurteilt werden können.

Ein Meerschweinchen, das seit zehn Minuten auf dem Schoß gestreichelt wird, sehe zwar zufrieden aus. „Unsere Messungen zeigen jedoch, dass bei dem Tier die Konzentration von Stresshormonen im Blut steigt“, berichtete Sachser. In einer Doktorarbeit werde untersucht, wie man die Befindlichkeit von Schafen erkennen kann. Ein Anzeichen könnte demnach die Ohrbewegung dieser Tiere sein.

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