Nachrichten Münster
Darf’s auch eine Loge sein?

Freitag, 18.07.2008, 11:07 Uhr

Münster - Darf‘s etwas mehr sein? Etwas mehr Komfort? Etwas mehr Service? Ganz offensichtlich ja. Dr. Ursula Paschke , Chefin der Halle Münsterland , macht jedenfalls immer wieder eine eigentümliche Erfahrung: „Die teuersten Plätze sind am schnellsten verkauft.“

Überdies bekommt sie nach eigenem Bekunden regelmäßig Anfragen von Unternehmen, die gern ein geschäftliches Meeting mit einem Event in der Halle Münsterland verbinden möchten, sei es nun ein Konzert, Holiday on Ice oder der K+K-Cup.

Nach der Sommerpause finden diese Unternehmen bei der Halle Münsterland ein offenes Ohr. Denn auf der Südseite der großen Halle werden derzeit zwei Business-Logen für jeweils maximal 21 Gäste gebaut. Bei den Logen handelt es sich um verglaste Räume mit einer eigenen Theke, eigenem Personal, eigener Garderobe und eigener Gastronomie . Und vor der Halle haben die Business-Logen-Kunden auch ihre eigenen Parkplätze. „Unternehmen haben so die Möglichkeit, ihren Kunden, Geschäftsfreunden oder Mitarbeitern einen außergewöhnlichen Abend zu bieten.“

Besagter Abend kann bereits 90 Minuten vor der Veranstaltung beginnen – und er könnte sich komplett in der Loge abspielen. Nur während des Konzertes selbst sollten die Gäste den gläsernen VIP-Raum schon verlassen. Vorausgesetzt natürlich, sie wollen nicht nur etwas sehen, sondern auch etwas hören. Mit der Loge werden auch Plätze in unmittelbarer Nähe gebucht, „Sitzplätze der gehobenen Kategorie natürlich“, wie Paschke ergänzt.

Etwas mehr Service kostet auch etwas mehr. Wer eine Loge buchen möchte, muss – zusätzlich zu den Kartenpreisen – mindestens 1800 Euro einkalkulieren. Für ein Drei-Gänge-Menü vor dem Kulturgenuss reicht das Geld aber noch nicht. „Wir richten uns da individuell nach den Wünschen unserer Kunden“, erklärt die Hallenchefin.

Premiere haben die beiden Logen beim Konzert der Sängerin Andrea Berg am 12. September. Auch bei Künstlern wie Max Raabe, Rosenstolz, die Ten Tenors, Götz Alsmann, das Russische Staatsballett oder Lord of the Dance gibt es das neue Angebot.

Event und mehr – dieses Konzept setzt Hallenchefin Paschke auf der Nordseite der großen Halle ebenfalls um. Dort entsteht derzeit der grüne Saal – ein Raum, der je nach Bedarf als Empfangs-, Foyer- oder Tagungsraum genutzt werden kann und Platz bietet für bis zu 300 Gäste.

Insgesamt investiert die Halle Münsterland in der Sommerpause 835 000 Euro. Komplettiert wird das Programm durch den Einbau neuer Giebelfronten in der großen Halle. Sie sollen helfen, die Akustik zu verbessern.

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