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Das Einmaleins für Fortgeschrittene

Münster. Gestern begann die achte Schülerakademie für Mathematik und Informatik in Münster (SMIMS). Im Jugendgästehaus am Aasee treffen 100 Schüler aus Nordrhein-Westfalen für eine Woche zusammen. In Kleingruppen erarbeiten sie computergestützte...

Dienstag, 26.08.2008, 13:00 Uhr

Münster. Gestern begann die achte Schülerakademie für Mathematik und Informatik in Münster (SMIMS). Im Jugendgästehaus am Aasee treffen 100 Schüler aus Nordrhein-Westfalen für eine Woche zusammen. In Kleingruppen erarbeiten sie computergestützte Lösungen für mathematische Probleme, die weit über den aus dem Schulunterricht gewohnten Schwierigkeitsgrad hinausgehen.

Viele der Gymnasiasten der 13. Klasse gehören zu den Besten an ihren Schulen und bekommen nun erstmalig die Chance, sich mit Schülern auszutauschen, die ein ähnlich ausgeprägtes mathematisches Gespür besitzen.

In der Projektgruppe „3D-Bilder und Animationen selbst gemacht“ kommen zwei der sechs teilnehmenden Schüler aus Münster: Wasilij Barsukow und Frauke Schibila. „Mit 3D-Animationen habe ich mich bereits bei einem Praktikum im Fachbereich Informatik der Universität beschäftigt“, begründet Wasilij Barsukow vom Hittorf-Gymnasium sein Interesse an dem Projekt. Frauke Schibila hingegen ist, wie viele der teilnehmenden Mädchen, aufgrund ihrer herausragenden Leistungen in Mathematik eingeladen worden. „An meiner Schule wird gar kein Informatikkurs angeboten“, sagt die Schülerin vom Gymnasium Wolbeck.

Und selbst wenn Mädchen die Möglichkeit haben, Informatik zu wählen, entschieden sie sich seltener für das Fach als Jungen, erklärt Klaus Dingemann, Fachdezernent bei der Bezirksregierung Münster. Für das von der Bezirksregierung und der Volksbank getragene Projekt erdachte man deshalb eine besondere Teilnahmeregelung: Von jeder Schule kann nur ein Schüler bei der Akademie mitmachen. Sobald sich jedoch ein Mädchen bewarb, konnte die Schule noch einen weiteren Schüler melden. Mit dieser Regelung sollen die in den Naturwissenschaften noch immer unterrepräsentierten Mädchen gefördert werden.

Außer mit Fachthemen wie der Schallanalyse mit Spektrogrammen oder der Verschlüsselung von Daten oder auch Roboterfußball, haben die Oberstufenschüler auch Gelegenheit, sich mit Fragen zu Studium und Berufseinstieg an Experten zu wenden.

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