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Polnische Flagge für Stadtschützenfest

Münster. Hier muss niemand Angst haben, König zu werden. Die Sorge um pekuniäre Lasten ist Münsters Stadtregenten genommen. Wer am 7. September auf dem Hindenburgplatz den Vogel abschießt, der heimst erst mal 1000 Euro ein...

Dienstag, 05.08.2008, 22:08 Uhr

Münster . Hier muss niemand Angst haben, König zu werden. Die Sorge um pekuniäre Lasten ist Münsters Stadtregenten genommen. Wer am 7. September auf dem Hindenburgplatz den Vogel abschießt, der heimst erst mal 1000 Euro ein. Für die Krone gibt es 750, für Zepter und Apfel jeweils 500 Euro.

Wer die traditionelle Großzügigkeit unter Schützen kennt, der weiß, dass damit der gemütliche Dämmerschoppen sicher besonders gemütlich wird.

Unter einer neuen Stadtschützenflagge werden am Traditionssonntag 2000 Mitglieder von 47 münsterischen Schützenvereinen erwartet. Die Flagge, erklärte Thomas Leugner , Haus-Heuckmann-Wirt und Stadtschützenpräsident, wurde handbestickt mit dem münsterischen Rathaus und wunderschönen Wappen. Natürlich nicht hier zu Lande, sondern in Polen: „Das war deutlich günstiger.“

Zum zweiten Mal beginnt das Stadtschützenfest bereits am Freitag (5. September) mit einem Kinder- und Seniorentag samt den amtierenden Kinder-Majestäten. Letztes Jahr war mit 150 die Teilnehmerzahl recht dürftig gewesen. Diesmal arbeitet der Schützenbund mit dem Sozialkulturellen Arbeitskreis zusammen. „Jetzt haben wir schon fast 350 Anmeldungen“, freut sich Leugner. Zu Kaffee und Kuchen spielt für die Senioren die Band Motet, für die Kinder gibt es Clownerien.

Ernst Lucchesi und Elisabeth Reher, Stadtschützenkönig und Stadtjungschützenkönigin 2007, werden dann am Samstag den Festball auf dem Hindenburgplatz eröffnen. 40 der 52 zum Stadtschützenbund gehörigen Vereine haben ihre Teilnahme bereits angekündigt.

Am Sonntag beginnt der Festtag um 11.45 Uhr mit dem Festumzug über den Prinzipalmarkt. Danach geht es ans „Geldverdienen“: Der Jungschützenkönig wird sich über ein Gewehr im Wert von 1000 Euro und eine Prämie von 150 Euro freuen. Und auch der Kinderkönig bekommt 200 Euro zugesteckt, die er in Limo für seinen Hofstaat investieren kann. Schließlich gibt es auch hier königliche Fürsorgepflichten.

Im kommenden Jahr feiern Münsters Schützen übrigens 30-jähriges Jubiläum. Dann gibt es wieder einen neuen Kaiser.

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