Nachrichten Münster
Regenschauer verderben nicht die Lust auf Italien

Montag, 04.08.2008, 13:08 Uhr

Münster . Der Wettergott ließ sich nicht erweichen. Obwohl mit Worten und schönen Melodien beschworen, verschonte er das traditionell alljährlich im Schlossgarten stattfindende Chorkonzert des Männerchores RWE und Gastchören nicht mit heftigen Regenschauern . So heftig, dass das Programm schließlich gekürzt werden musste. Dabei hatten der Männerchor der RWE, das Musikcorps der Stadtwerke, der Cäcilia Chor Münster und der Frauenchor Rinkerode unter dem Motto „Singen bewegt“ ein sehr abwechslungsreiches Programm vorbereitet.

Von „Via la Musica“ bis „Down by the Riverside“ ging die musikalische Reise durch ein paar Epochen und Genres.

Das begleitende Musikcorps der Stadtwerke gefiel mit seinem samtweichen, saxofonlastigen Sound und dem vollen Bassregister ausnehmend. Manchmal mussten die Klarinetten vor dem Regen in Sicherheit gebracht werden.

Die drei Chöre zeigten sich in Besetzung und Repertoire sehr unterschiedlich. Aber alle Nummern des bunten Nachmittags waren sorgfältig geprobt und gefielen dem Publikum ungemein – hätte nicht der hartnäckige Regen die mit Schirmen und Regenjacken gut bestückten Zuschauer irgendwann doch in die Flucht getrieben, wären die Chöre sicher mit sehr viel mehr Beifall gefeiert worden.

Der Männerchor RWE (unter der Leitung von Peter Kapeller) legte klangvoll den Sängermarsch von Hermann Dostal vor, der Cäcilia Chor Münster (unter Ines Schreiner) machte mit „Funiculi Funicula“ Lust auf Italien. Die junge Chorleiterin bevorzugte flotte Tempi und der Chor zog mutig mit. Der Frauenchor Rinkerode (Leitung ebenfalls Peter Kapeller), dereinst aus einem reinen Mädchenchor hervorgegangen, klang temperamentvoll und hatte hörbar so viel Freude an der Musik wie das Publikum.

Die singenden Kiepenkerle, das Duo im blauen Kittel, brachten gute Laune und ein paar schräge Sprüche mit. Irgendwo zwischen Bütt und Comedy, schön bissig, aber immer dezent grinsend, haben sie dem Volke aufs Maul geschaut und ließen zwischen ihren selbstkomponierten Songs immer wieder ein paar Bemerkungen zu Heiratsmarkt und Fleischproduktion los.

Das stark verkürzte Programm endete mit einem von allen gesungenen „Come together“ von Michael Schmoll.

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