Kultur Münster
Jugend musiziert: Sensationserfolg für Münsteranerinnen

Donnerstag, 25.09.2008, 19:09 Uhr

Münster - Es geschieht etwas Neues im altbekannten „Jugend musiziert“. Der Wettbewerb endete für Preisträger nicht mehr mit dem letzten Abschlusskonzert auf Bundesebene. Ausgewählte Bundespreisträger konnten sich bereits am „Wochenende der Sonderpreise“ (Wespe) beteiligen, das jetzt in Freiburg mit sensationellen Ergebnissen für zwei Münsteranerinnen endete. Das zweite, an dem der traditionelle „ Klassikpreis “ der Stadt Münster ausgespielt wird, findet am Freitag und Samstag (26. und 27. September) in Münster statt.

In Freiburg gelang

Khanh Ly Tran Phung

und

Tabea Debus

eine kleine Sensation: Sie wurden als einziges Ensemble in drei Kategorien mit Sonderpreisen ausgezeichnet. So erhielten sie für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Werkes den Sonderpreis der Union der Zonta-Clubs Deutschland in Höhe von 1500 Euro, für die beste Interpretation eines eigenen Werkes den Sonderpreis des Verbandes deutscher Musikschulen, ebenfalls dotiert mit 1500 Euro, und für die beste Interpretation eines für „Jugend musiziert“ komponierten Werkes den Sonderpreis des Deutscher Musikverleger-Verbandes von 500 Euro.

Debus und Tran Phung sind seit vielen Jahren Schülerinnen der Westfälischen Schule für Musik. Die 17-jährige Tabea erhält seit sieben Jahren ihren Blockflötenunterricht in der Klasse von

Gudula Rosa

. Die 19-jährige Ly war Klavierschülerin von

Hannes Sonntag

und wird im Oktober ein Klavierstudium in Hamburg beginnen.

Mehr als 200 aktuelle Bundespreisträger „Jugend musiziert“ aus dem gesamten Bundesgebiet hatten die Qualifikation zu „Wespe“ nach Freiburg und Münster geschafft, um dort um Sonderpreise im Gesamtwert von mehr als 30 000 Euro zu spielen. In Münster wird jetzt der traditionsreiche, mit 6000 Euro dotierte „Klassikpreis um die „beste Interpretation eines Werkes der Klassik“ ausgetragen: Während Teilnehmer im Wertungsprogramm des Bundeswettbewerbs verschiedene Musikepochen abdecken müssen, fordert der „Klassikpreis“ von den jungen Musikern die musikalische Auseinandersetzung mit einem Werk aus der Epoche der Klassik, das vollständig erarbeitet werden muss. Bewertet werden der Grad der künstlerischen Durchdringung und die interpretatorische Leistung. Handwerkliches Können wird hier als selbstverständlich vorausgesetzt. Zwei Streicher-Ensembles und 19 Solisten im Fach Klavier treten im Mozart- Foyer der Westfälischen Schule für Musik, Himmelreichallee 50, an. Zum „Klassikpreis“ gehört auch ein Konzert in der Kammerkonzert-Reihe „Junge Meister“ des Konzertbüros Schoneberg am 23. November im Erbdrostenhof, das vom WDR aufgezeichnet wird. Die öffentlichen Wertungskonzerte finden am heutigen Freitag (19.30 bis 20.30 Uhr) und am morgigen Samstag (9 bis 19.30 Uhr) statt. Der Eintritt ist frei.

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