Nachrichten Münster
Nur Autogramme gibt‘s gratis

Montag, 22.09.2008, 08:09 Uhr

Münster . Luis und Lennart (beide 11) halten dem Wilsberg-Autor Jürgen Kehrer schnell ihren Autogrammblock hin, als dieser – mit einer schönen Schürze ausgestattet – zwei Flaschen Cola serviert. „Würden Sie hier unterschreiben?“ fragen sie höflich den prominenten Kellner. Kehrer lässt sich nicht zwei Mal bitten, bittet seinerseits die Jungen aber auch um etwas: „Jede Cola 2,50 Euro!“

Tausche Autogramme , Kuchen und Getränke gegen eine Spende für die Krebsberatungsstelle – frei nach diesem Motto war gestern Nachmittag am Kreativkai richtig was los. Am Coconut-Beach fand das sechste Promi-Kellnern zugunsten der Krebsberatungsstelle statt.

Initiiert wurde die Aktion von dem Wilsberg-Darsteller Leonard Lansink, der – genau betrachtet – selbst aber gar nicht dazu kam, mit Tassen und Gläsern umherzueilen. Er stand vielmehr am Bierfass und pendelte ständig zwischen drei Aufgaben: Bier zapfen, Autogramme geben und Schwätzchen halten.

Die Messlatte für den Erfolg lag ziemlich hoch, denn wie Ulrich Kurlemann vom Förderverein der Krebsberatungsstelle berichtete, „hatten wir im vergangenen Jahr beim Promi-Kellnern einen Reinerlös von 10 000 Euro“. Kurlemann zuversichtlich: „Diese Marke wollen wir toppen.“

Damit das funktionierte, legten sich viele Helfer mit ins Zeug. So die Reiterin Ingrid Klimke und der Musiker Markus Paßlick, der Tänzer David Rebel und Moderator Adam Riese. Nicht zu vergessen jede Menge Polit-Prominenz mit dem Bundestagsabgeordneten Ruprecht Polenz an der Spitze.

Und damit es an den Tischen nicht nur etwas zu essen und zu trinken gab, sondern auch etwas zu lachen, waren die Kabarettisten Ulrich Bärenfänger, Manuela Reiser, Lisa Feller und Christoph Tiemann ständig unterwegs. Der Satz „Draußen gibt‘s nur Kännchen“ wurde so zum Running Gag.

Ein besonders gern gesehener Gast war für Gudrun Bruns, Leiterin der Krebsberatungsstelle, Rainer Pott von der Potts-Brauerei in Oelde. Die stiftete nämlich die Getränke. Auch das ZDF ließ sich nicht lumpen und präsentierte als Freiluftpremiere den 25. Wilsberg-Film.

Ach übrigens, die Geschichte mit Kehrer, Luis und Lennart ging noch weiter: In den Mienen der beiden Elfjährigen war ein Anflug von Protest zu spüren, als sie die fünf Euro abdrückten. Prompt konterte Kehrer „Ist doch für den guten Zweck“ – und schob augenzwinkernd hinterher: „Da könnt ihr bestimmt bei euren Eltern noch was holen . . .“

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