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Prominenz feiert im Skaters Palace

Münster. Wo sonst rustikale Rollen dröhnen und Hip-Hop-Beats den Raum beschallen, wurde es am Samstagabend ganz glamourös: Für die dritte „Youth Culture Charity Night“ putzte sich der „Skaters Palace“ auf Hochglanz...

Sonntag, 19.10.2008, 21:10 Uhr

Münster . Wo sonst rustikale Rollen dröhnen und Hip-Hop-Beats den Raum beschallen, wurde es am Samstagabend ganz glamourös: Für die dritte „Youth Culture Charity Night “ putzte sich der „Skaters Palace“ auf Hochglanz. Der Abend glitzerte und gewährte auch Nicht-Skateboardern einen Blick in jugendliche Subkulturen: Sektgläser an großen runden Tischen, kulinarisches Catering zur Gaumenfreude und eine ganze Menge Prominenz.

Über dreihundert Gäste, darunter Wilsberg-Darsteller Leonard Lansink und seine Kollegin Ina Paule Klink (die direkt vom Dreh kamen), Katy Karrenbauer („Hinter Gittern“), Rock-Sänger Henning Wehland und TV-Moderatorin Shary Reeves, folgten der launigen Moderation von Dr. Hajo Schumacher, der durch das breite Programm der Benefizgala führte. Mit einer kleinen Verzögerung, da Schumacher zunächst noch im ICE aus Berlin festsaß. Die Organisatoren bewiesen Spontanität: Kurzerhand fand das Briefing für den Moderator am Telefon statt. Spontanität und Erfindergeist musste der „Verein zur Förderung der Jugendkultur e.V.“, der 1993 von Titus Dittmann ins Leben gerufen wurde, häufig beweisen: Mit den Finanzen bewegt sich der Verein nämlich auf dünnem Eis, zumal ihn die Stadt jährlich mit lediglich 200 Euro bezuschusst. Die „YCC-Night“ ist deshalb zur lebensnotwendigen Finanzierung geworden. Die 23 000 Euro, die letztes Jahr mit dem Erlös von Eintrittspreisen, Tombola-Losen und Spenden in den Vereinstopf flossen, retteten das Projekt damals.

Zu einem kleinen Eklat des Abends kam es, als bekannt wurde, dass Oliver Korittke nicht erscheinen würde, ohne entsprechende Absage. Sein Krimi-Kollege Leonard Lansink deutete unmissverständlich an, dass Korittke ein Auftritt ohne Kostenerstattung doch etwas „zu viel des Guten ist“. Alle Prominenten traten ohne Honorar an. Über das Fehlen Korittkes zeigte sich auch Tituts Dittmann erstaunt: „Bei der letzten Gala hat sich Oliver einige Stunden vorher krankgemeldet.“

Dittmann holte indes während der Gala einen besonderen Gast auf die Bühne: den Deutsch-Australier Oliver Percovich (34), der ein bewegendes Projekt in Afghanistan initiiert. In Kabul gründete er die Skateboardschule „Skateistan“. 70 afghanischen Jugendlichen soll mit dem Rollsport eine Alternative zum grausamen Kriegsalltag geboten werden.

Ein weiterer Herzöffner des Galaabends waren die acht Jugendlichen der Gruppe „Trickers of Steinfurt“, die mit athletischen Akrobatiken voller Leidenschaft ihre Künste im „Free Running“ präsentierten.

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