Nachrichten Münster
Johannisstift: Münsters kleinstes Krankenhaus wird 100

Dienstag, 27.01.2009, 11:01 Uhr

Münster - An Selbstbewusstsein mangelt es den drei Herren nicht. „Klein, aber fein.“ „Gut aufgestellt.“ „Wir blicken optimistisch in die Zukunft.“ Sätze, mit denen Dr. Hans Peter Kalvari , Manfred Witkowski und Mark Lönnies ihr Krankenhaus beschreiben, das Johannisstift an der Wichernstraße. 100 Jahre alt wird es in diesem Jahr. Anlass zum Resümieren, Anlass zum Feiern.

Witkowski, Vorstand der Evangelischen Krankenhausfördergesellschaft (EKF) und gleichzeitig Geschäftsführer des Stifts, stellte am Montag aus diesem Anlass zusammen mit dem Ärztlichen Direktor Dr. Kalvari und dem Kaufmännischen Direktor Lönnies die Pläne für die kommenden Monate vor. Schließlich wollen die Verantwortlichen die Münsteraner zum Mitfeiern einladen.

Grund dazu gab es erstmals in der langen Geschichte des Hauses am 30. August 1907. Da wurde der Grundstein gelegt, nachdem das Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde Münster zuvor den Beschluss gefasst hatte, ein neues Krankenhaus zu bauen. Das alte - es stand an der heutigen Ecke Johanniterstraße/Friedrichstraße in Mauritz - war zu klein geworden. Am 23. November wurde das neue Hospital dann eingeweiht.

In der Folge wächst es von zunächst 120 Betten auf zwischenzeitlich 205, heute sind es 181. Ab 1988 stellt das Land Nordrhein-Westfalen Geld für verschiedene Umbau- und Neubaumaßnahmen bereit. Bis 2005 werden im Kreuzviertel 32 Millionen Euro verbaut, 3,5 Millionen bringt das Stift selbst auf.

Der wichtigste Schritt in der jüngeren Vergangenheit war die Eröffnung der Geriatrie 2004 und damit zusammenhängend der Ausbau zu einem Zentrum für Altersmedizin. Diese Strategie, so Dr. Kalvari gestern, sei richtig und die Entwicklung noch nicht abgeschlossen. So soll im Frühjahr in Zusammenarbeit mit dem St. Franziskus-Hospital ein mobiles Geriatrie-Team aufgebaut werden, das alten Menschen Reha-Maßnahmen in den eigenen vier Wänden ermöglicht.

Die Spezialisierung - es gibt gleichwohl zum Beispiel auch noch eine Geburtsabteilung - sei ein Grund dafür, dass das Johannisstift gut dastehe, so Geschäftsführer Witkowski. Der zweite sei die Einbindung in die EKF mit weiteren Krankenhäusern in Hamm und Gronau sowie in den Verbund Valeo mit insgesamt acht Krankenhäusern und zwei Reha-Einrichtungen. Diese Zusammenarbeit mache das kleinste Krankenhaus Münsters, das mit seinen 350 Mitarbeitern pro Jahr derzeit etwa 6000 Patienten stationär behandelt und einen Umsatz von 16 Millionen Euro erwirtschaftet, in einem schwieriger werdenden Umfeld zukunftsfest, zeigen sich die Verantwortlichen überzeugt.

Man könnte auch sagen: Sie führen ein Krankenhaus, das gesund und munter ist.

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