Nachrichten Münster
Interessent für Jachthafen meldet sich bei der Stadt

Freitag, 20.02.2009, 10:02 Uhr

Münster - Eine Woche nach dem CDU-Vorschlag für einen Jachthafen gibt es einen offenbar ernsthaften Interessenten für das Projekt. Das münsterische Planungsbüro Andreas Kernig - selbst seit 2005 am Kreativkai vor Anker - möchte sein seit Längerem in der Planung befindliches Vorhaben „Hanse-Kai Münster“ vorstellen.

Mit diesem Ansinnen habe man sich an die Stadtwerke als Hafenbetreiber und die Stadt Münster gewandt, bestätigte Ludolf van Zomeren aus dem Büro Kernig entsprechende Informationen unserer Zeitung. „Ja natürlich sind wir interessiert“, erklärte van Zomeren auf Nachfrage.

Das Planungsbüro, das nach eigener Darstellung auf den Bereich Sport- und Freizeitanlagen spezialisiert ist, sieht auf der dem Kreativkai gegenüberliegenden Seite ein großes Entwicklungspotenzial für das Projekt. Einzelheiten der Planung wolle man aber erst den Stadtwerken und der Stadt präsentieren, so van Zomeren.

Nach Informationen unserer Zeitung kreisen die Pläne des münsterischen Büros um einen Jachthafen mit Pool. Dabei soll eine angemessene Liegemöglichkeit für Wassertouristen mit einer schwimmenden Badelandschaft zur Nutzung für die breite Öffentlichkeit in Verbindung gebracht werden. Man glaube, so heißt es im Schreiben der Planer an die Stadt, mit diesem Vorschlag einen „idealen Kompromiss aller politischen Richtungen“ erreicht zu haben.

Die CDU , die das Marina-Projekt in ihr Wahlkampfprogramm aufgenommen hat, hatte nach eigener Darstellung immer private Hafen-Entwickler im Blick. Zustimmung hatte es dafür von der SPD gegeben, die vor Jahren bereits einmal einen ähnlichen Vorschlag gemacht hatte. Allerdings liegt die rot-grüne Opposition in Sachen Jachthafen über Kreuz. Grünen-Fraktionschef Hery Klas stempelte das Vorhaben kürzlich erst als Luxusprojekt ab.

Allein das aber soll es nach den Worten von Ludolf van Zomeren nicht sein. Zumal man bereits Berechnungen angestellt habe, wie sich das Projekt auch wirtschaftlich darstellen lasse. Er und sein Kollege Andreas Kernig hoffen nun auf ein zeitnahes Gespräch mit Vertretern der Stadtwerke und der Stadt, um ihren „Hanse-Kai Münster“ vorstellen zu können.

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