Nachrichten Münster
Gefahrgutlager verhindert millionenschwere Bauvorhaben am Hafen

Freitag, 06.03.2009, 12:03 Uhr

Münster - Solange das Gefahrgutlager Lehnkering an der Südseite des StadthafensI seinen Sitz hat, sind viele der aktuell geplanten Bauvorhaben rund um das Hafenbecken reine Luftschlösser. Das geht aus einem Bericht hervor, den die Stadtverwaltung Donnerstagabend im Planungsausschuss vorstellte.

So darf in einem Umkreis von 500 Metern keine Wohnbebauung entstehen. Konkret: Das Projekt „Wohnen am Wasser“, das die münsterischen Architekten Deilmann und Kresing umsetzen möchten, wäre derzeit nur in einem kleinen Teilbereich genehmigungsfähig. Bislang war im Zusammenhang mit diesem Millionenprojekt immer nur über die Grundstücksfragen diskutiert werden.

Auch eine so genannte Vergnügungsstätte könnte aktuell auf der Südseite des Hafenbeckens nicht entstehen. Zum Hintergrund: In der Vergangenheit war wiederholt darüber beraten worden, ob am Mittelhafen das „Jovel“ des Musikers Steffi Stephan angesiedelt werden könnte. Das Thema ist inzwischen von der Tagesordnung verschwunden, weil Stephan in das alte Kiffe-Gebäude am Albersloher Weg eingezogen ist. Ein Hotel im alten Flechtheimspeicher neben dem Stadtwerke-Kraftwerk, so der Bericht weiter, wäre rechtlich zulässig.

Bekannt ist, dass der Pachtvertrag der Firma Lehnkering bis zum Jahr 2016 geht. Die Stadtwerke, denen das Gelände gehört, möchten den Vertrag nicht verlängern. Aber auch bei einer Verlagerung des Gefahrgutlagers müssten erst die derzeit gültigen Bestimmungen für das Areal aufgehoben werden. Baurechtlich ist der Mittelhafen nämlich ein Industriegebiet.

Die neuen Bürogebäude am Kreativkai genießen Bestandsschutz, weil sie in einem Gewerbegebiet liegen. Die Gastronomiebetriebe Heaven und Coconut-Beach indes wurden nur als „befristete, temporäre Nutzungen genehmigt“, heißt es in dem Bericht.

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