Nachrichten Münster
Stadtquartier Schulstraße: Die Bauarbeiten beginnen

Freitag, 27.03.2009, 09:03 Uhr

Münster - Nein, es sah nicht so aus, als ob sich die Gäste beim symbolischen ersten Spatenstich für das 30-Millionen-Euro-Projekt Stadtquartier Schulstraße die Laune verderben lassen wollten. Auch wenn pünktlich zur Feier aus den dunklen Wolken über der Baustelle Regentropfen fielen. Auch wenn ein paar offenbar ungebetene Gäste aus der Hausbesetzer-Szene an der Grevener Straße mit Protesttransparenten auftauchten. Auch wenn erst vor wenigen Tagen mehrere Anlieger angekündigt haben, mit einer Sammelklage gegen die geplante Tiefgarage vorgehen zu wollen (WN, 25.3.). Auch wenn Lutz Lienenkämper , NRW-Minister für Bauen und Verkehr, seinen Besuch in Münster kurzfristig absagen musste - ersatzweise kam Ministerialrat Kay Noell.

Trotz alledem gaben sich die Redner zuversichtlich, dass im März 2012 - dann soll das Quartier komplett fertig sein - ein Mix aus Wohnungen, Ateliers und Gewerbeflächen entsteht, der „traumhaft schön“ sein wird, wie es Bürgermeisterin Karin Reismann fast euphorisch formulierte.

Begonnen wird mit dem Bau eines großen Komplexes entlang der Grevener Straße, erläuterte Architekt Sven Berg. Und fügte hinzu, dass er durchaus Verständnis für manche Sorgen von Anwohnern angesichts der Pläne habe. Gleichwohl müsse sich eine Stadt weiterentwickeln, und das gelinge mit dem Stadtquartier Schulstraße sehr gut.

Eine Tonlage, die so ähnlich auch Edgar Drüge, Aufsichtsratsvorsitzender der Wohn- und Stadtbau, wählte: Er sprach von Planungen, die „voll überzeugen“ und mit den Anwohnern „optimiert“ worden seien. Und er zeigte sich stolz, dass die Wohn- und Stadtbau das lange umstrittene Projekt nach dem Rückzug zweier Mitinvestoren allein stemmen will.

Das Gesamtvorhaben zwischen Grevener, Altum-, Uppenberg- und Schulstraße ist in zwölf Bauteile gegliedert worden. Insgesamt werden hier in den kommenden drei Jahren 104 Wohnungen - teils Mietwohnungen, teils Eigentumswohnungen - zwei Einheiten für Wohngruppen, Künstlerateliers und eine Zukunftswerkstatt, Gewerbeflächen, 148 Tiefgaragenplätze und 27 oberirdische Stellpätze entstehen.

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