Wirtschaft Münster
Ausweise sind ihr Aushängeschild

Mittwoch, 15.04.2009, 10:04 Uhr

Münster - Wer auf Kösters und Altevolmer tippt, der hat sein Spiel garantiert gewonnen. Die beiden Münsteraner spielen inzwischen nicht nur im Fußball eine sichere Rolle, die Unternehmer haben jetzt das Eishockey-Stadion für sich entdeckt. Wenn der Puk bei der Weltmeisterschaft der Eishockey-Teams in einer Woche in der Schweiz übers Eis flitzt, dann haben Markus H. Kösters (46) und Norbert Altevolmer (49) aus Münster das Spiel für sich bereits entschieden. Die Geschäftsführer der Lami-Faktur auf der Eulerstraße haben bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in der Schweiz bereits im Vorfeld eine wichtige Rolle gespielt. Sämtliche Akkreditierungen für die Weltmeisterschaft sowie alle Eintrittskarten und Sonderausweise stecken in einer Sicherheitshülle aus dem ihrem Hause.

Das Team der Lami-Faktur, die 1999 gegründet wurde, kümmert sich seit Wochen um alle Sicherheitsausweise für die Eishockey-Weltmeisterschaft, fertigt die Hüllen und wird die Ausweise vor Ort entsprechend komplettieren.

„Wir stellen 16 Laminiergeräte zur Verfügung, mit denen die Ausweise vor Ort vervollständigt werden“, erklärt Markus H. Kösters. Von Offiziellen, Gästen und Besuchern der WM wird jeweils vor Ort ein Foto gemacht, das mit der Eintrittskarte oder der Akkreditierung in einer sicheren Hülle verschwindet.

Normalerweise kümmert sich die Lami-Faktur um Oberflächenveredlung von Papier und um den Schutz von Dokumenten. Jetzt beliefert Kösters, der Kaufmann, Bauingenieur und Zahntechniker ist, den IIHF, den internationalen Eishockeyverband. Die Ausweise, die mit Hilfe von Lami-Faktur hergestellt werden, öffnen damit die Tore zu allen Eishockey-Spielen.

40000 Ausweise haben die Schweizer bei den Münsteranern bestellt. Im Gegensatz zur Fußball-Weltmeisterschaft mit 220000 Akkreditierungen und rund 400000 Vorbestellungen ein kleiner Auftrag. Um das Auftragsvolumen für die WM in der Schweiz bewältigen zu können, kooperiert die münsterische Lami-Faktur mit dem niederländischen Unternehmen Codor Dorned bei Den Haag. Um technische Top-Ausweise zu bekommen, arbeiten die Produzenten mit Hologrammen, mit einer besonderen Folie und einer entsprechenden Prägung mit Stanzung auf den Hüllen. Bei der Fußball-WM spielte beispielsweise der Adidas-Ball als Sicherheitshologramm eine gewichtige Rolle und erhöhte zugleich die Fälschungssicherheit der Ausweise. Die Sicherheitsbehörden sind mit im Boot und haben ein Auge auf die Arbeit.

Um den Auftrag für die Weltmeisterschaft in der Schweiz zu bekommen, zeigte Markus H. Kösters Ausdauer und Ehrgeiz. Der erfolgreiche Premiereneinsatz bei der Fußball-WM kickte die Lami-Faktur in die Liga der Firmen, die mitspielen dürfen.

Das Umhängeschild der Fußball-Weltmeisterschaft ist inzwischen für das Unternehmen an der Eulerstraße ein Aushängeschild geworden. Das Team der sieben Beschäftigten hat das Spiel mit den Sicherheitshüllen aber schon für sich abgepfiffen, denn in der kommenden Woche wird die WM in der Schweiz anrollen.

Ob er aber einen Abstecher zu einem Eishockeyspiel unternehmen wird, weiß Kösters noch nicht. Wenn, dann müsste er sich die Zeit vom Munde absparen, sagt er. Ohnehin bliebe ihnen nur noch wenig Zeit. Kösters, der früher selbst unter anderem Fußball gespielt hat, macht heute seine Kilometer im Betrieb. Meistens, sagt der 46-Jährige, müssten die Aufträge jetzt und gleich fertig sein. Firmen warteten sogar darauf, ihre laminierte Ware wieder mitnehmen zu können. Ob Bücher, Werbebroschüren, Ausweise oder Malbücher für Aldi sowie Urkunden aller Art - Markus H. Kösters und Norbert Altevolmer tummeln sich mit ihrem Know-how auf vielen Baustellen - bemühen sich um die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika.

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