Nachrichten Münster
Wirtschaftspreis für weltweiten Kampf gegen Aids

Dienstag, 19.05.2009, 18:05 Uhr

Münster - Die „Neue Grippe“ ist weltweit in aller Munde, ihr Erreger, das H1N1-Virus wird zurzeit in einem hermetisch abgeschlossenen Labor in Münster gründlich erforscht. Die drei „globalen Killer“ Tuberkulose, Malaria und Aids werden ebenfalls mit münsterischer Gründlichkeit bekämpft - und zwar seit Jahren weltweit und mit nachhaltigem Erfolg. Die hier ansässige Firma Partec revolutionierte etwa das Diagnoseverfahren für Aids und reduzierte mit mobiler Technik die dabei entstehenden Kosten von 160 auf acht Euro pro Patient und Jahr; viele Patienten in Afrika konnten sich nur deshalb eine Behandlung leisten. Das wirft ein gutes Licht auf die Firma Partec - und auf Münster.

Nicht zuletzt deshalb folgte der Stadtrat dem Vorschlag der Wirtschaftsförderung und vergab den Wirtschaftspreis der Stadt Münster an das Partec-Gesellschafterehepaar Dr. Dr. Hildegard Göhde und Prof. Dr. Wolfgang Göhde . Gestern Abend wurden die Preisträger im Rathaus gefeiert. Die Laudatio hielt der Preisträger des Jahres 2005, Ulrich Weimer, und er sprach mit echter Begeisterung: „Sie haben die Welt lebenswerter, humaner und sicherer gemacht!“

Wolfgang Göhde war von 1965 bis 2005 an der Universität tätig, zuletzt als Direktor des Instituts für Strahlenbiologie. Bereits 1967 gründete er mit seiner Frau Hildegard Göhde die Familienfirma, die heute weltweit 140 Mitarbeiter beschäftigt. Die möglichst kostengünstige Diagnose und Therapie gefährlicher Krankheiten in armen Ländern ist ein Schwerpunkt ihrer Arbeit; Wolfgang Göhde war selbst mehrfach in Afrika mit seinem mobilen Aids-Labor im Einsatz.

Oberbürgermeister Dr. Berthold Tillmann lobte das große persönliche Engagement der Göhdes. Die Preisverleihung sei auch als Zeichen zu verstehen, dass Münster auf die Branchen Medizintechnik und Biotechnologie setze.

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