Nachrichten Münster
„Es gibt längst alternative Verfahren“

Montag, 15.06.2009, 04:06 Uhr

Münster - Die Vorwürfe gegen das münsterische Labor Covance sind nicht neu, gerieten aber durch eine Großdemonstration wieder in die öffentliche Aufmerksamkeit. Mehrere Hundert Tierschützer und Tierversuchsgegner aus ganz Deutschland trafen sich am Samstag zunächst am Bahnhof, von wo aus sie nach einigen Kundgebungen ihren Protestzug durch die Innenstadt starteten.

„Nach der Undercover-Recherche vor einigen Jahren, die die quälenden Bedingungen bei Covance aufdeckte, sind die Machenschaften der Firma bei vielen schon wieder in Vergessenheit geraten“, erklärte Karsten Heine , Pressesprecher der münsterischen Initiative für Tierrechte ( MIT ): „Wir wollen die heutige Mobilmachung so vieler Menschen dazu nutzen, diese Tierquälerei wieder ins Bewusstsein zu rücken.“

Eingehüllt in lange Pelzmäntel oder Tierfelle waren einige der Demonstranten erschienen und machten damit deutlich, dass es um weit mehr als nur Covance ging: „Es ist uns in den letzten Jahren gelungen, den deutschen Markt pelzfrei zu bekommen und wir wollen dies nun auch international erreichen“, zeigten sich viele Teilnehmer optimistisch.

Nachdem Unternehmen wie Peek & Cloppenburg, C&A oder Gerry Weber bereits aus dem Pelzverkauf ausgestiegen seien, gelte die Demonstration nun der Firma Escada.

Nach dem Aufbruch vom Bahnhof und weiteren Kundgebungen am Ludgerikreisel umstellte der Demonstrationszug die Escada-Filiale am Prinzipalmarkt. Während die Polizei die große Gruppe umstellt hielt, blieben nicht wenige Passanten stehen,  betrachteten die Plakate und hörten sich die Argumente der Tierschützer an.

Die Tierschützer hoffen nun darauf, dass sich ihre erfolgreichen Aktionen gegen den Pelzhandel endlich auch im Bereich der Tierversuche durchsetzen: „Es gibt längst so viele alternative Verfahren, dass diese Art der Dienstleistungen für die Pharma-Industrie inzwischen wirklich unnötig sind“, hieß es.

Die Demonstration am Samstag dürfte diese Alternativen zumindest wieder in die Aufmerksamkeit gerückt haben, wie Karsten Heine betonte. Er kündigte weitere Aktionen an: „Bis zum völligen Ende der Tierversuche ist es ein weiter Weg, aber wir werden uns unserem Ziel weiterhin in kleinen Etappen nähern.“

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/367774?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F597181%2F597182%2F
Lagerhalle einer Zimmerei an der K 20 völlig zerstört
Großalarm für die Feuerwehr am Ostersonntag um kurz vor 16 Uhr. Zwei Löschzüge aus Everswinkel und Alverskirchen sowie eine Drehleiter aus Sendenhorst werden zur Brandbekämpfung alarmiert.
Nachrichten-Ticker