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Friedensschule feiert 40-jähriges Bestehen

Münster - Gestern Morgen in der Aula der Friedensschule: Die Lehrer der sechs neuen Eingangsklassen nehmen mit bunten Luftballons ihre Schützlinge in Empfang. Ein Ritual mit Tradition: In diesem Jahr feiert die bischöfliche Gesamtschule an der...

Dienstag, 18.08.2009, 07:08 Uhr

Münster - Montagmorgen in der Aula der Friedensschule : Die Lehrer der sechs neuen Eingangsklassen nehmen mit bunten Luftballons ihre Schützlinge in Empfang. Ein Ritual mit Tradition: In diesem Jahr feiert die bischöfliche Gesamtschule an der Echelmeyerstraße ihr 40-jähriges Bestehen.

1969, die Idee der Gesamtschule war in Deutschland so neu wie die der Ganztagsschule, öffnete in Münster, damals im Ludgerianum am Kardinal-von-Galen-Ring, die erste bischöfliche Gesamtschule. Ulrich Bertram , der den Großbetrieb mit 1500 Schülerinnen und Schülern und derzeit 116 Lehrern leitet, kennt die Historie nur vom Hörensagen. Überrascht, sagt er, seien damals die Verantwortlichen vom spontanen Erfolg der Schule gewesen. „Die Nachfrage war von Anfang an riesengroß“, so Bertram.

Die Friedensschule war dann auch gleich beim Einzug ins 1972 fertiggestellte Gebäude so groß wie jetzt: Jedes Jahr werden 180 Kinder aufgenommen, aus Münster und dem Umland, „weil wir eine Schule für das Bistum sind“, sagt Bertram. Rund 600 Bewerber, so der Schulleiter, habe es in den vergangenen Jahren jeweils gegeben. „Wir können nur jeden Dritten aufnehmen. Unbefriedigend“ sei das, sagt Bertram. Doch noch größer soll und könne die Friedensschule einfach nicht werden.

Ihr Profil hat die Schule über die vier Jahrzehnte nicht wesentlich verändert, erklärt Bertram , der nach Alois Alder und Klaus Herold erst der dritte Chef an der Spitze der Schule ist. Das Erfolgsrezept: Jedes Kind soll sich an der Friedensschule erwünscht fühlen, so wie es ist. Und: Die Ganztagsschule ist Lebensraum für ihre Mitglieder. Hier wird neben Lerninhalten auch Verantwortung vermittelt. So versorgen Schüler und Lehrer auch über die Ferien gemeinsam die Tiere des Schul-Zoos und die Pflanzen des Schulgartens.

„Bei der Auswahl der Schüler achten wir sehr genau darauf, jeweils ein Drittel potenzielle Hauptschüler, Realschüler und Gymnasiasten aufzunehmen.“ Dass am Ende rund 140 Jugendliche jährlich die Friedensschule mit dem Abitur in der Tasche verlassen, spricht nach Ansicht von Schulleiter Bertram für das Fördersystem.

Neues Vorhaben: Begabte Schüler können sich nach der siebten Klasse entscheiden, das Abitur, wie die Jugendlichen auf den Gymnasien nach 12 und nicht nach 13 Schuljahren zu absolvieren.

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