Nachrichten Münster
NRW-Bank baut weiter

Montag, 30.11.2009, 20:11 Uhr

Münster - Die Frau erschrickt, sie weicht einen Schritt zurück. Offenbar ist ihr gerade erst bewusst geworden, dass sie nicht auf solidem westfälischen Grund, sondern auf einer Glasplatte steht - und darunter in der Tiefe ist ein freundlich erleuchteter Durchgang zu sehen, der die beiden Gebäudeteile der neuen NRW-Bank miteinander verbindet. Der neue Innenhof ist nämlich auf einem Sockel angelegt, der zugleich ein Kellergeschoss beherbergt; eine von mehreren pfiffigen Ideen des Hamburger Architekturbüros Ulrich Engel . Wegen dieses Sockels konnte auf ein regelrechtes gemeinsames Erdgeschoss der beiden Häuser verzichtet und in der Mitte ein neuer öffentlicher Platz samt Straßencafé („Tresor“) angelegt werden.

Apropos Platz: Der Neubau der NRW-Bank - der gestern von ein paar Hundert prominenten Gästen samt dreier Landesminister gefeiert wurde - ist nur die erste von drei Baumaßnahmen der zum Großteil landeseigenen Förderbank. Als nächstes steht eine Sanierung der Nachbargebäude ein, um die Büros für die 450 Mitarbeiter annähernd auf einen Stand zu bringen. Und schließlich wird der Platz vor der Tür neu gemacht: Der Parkplatz zwischen Friedrichstraße , Eisenbahnstraße und Paul-Gerhardt-Haus soll ein neues, schickes Entree zur Altstadt werden.

Projektleiter Dr. Lothar Breitenbach mochte sich dazu nicht verbindlich äußern, man befinde sich noch im Planungsstadium. Fest steht, dass die NRW-Bank der Stadt den Platz abgekauft hat, um ihn als grünen Vorplatz zu gestalten - Stichwort „Stadttor Ost“. Möglich sei, sagt Dr. Breitenbach, dass die Friedrichstraße schmaler werde. Ein Problem seien die 47 Parkplätze - die NRW-Bank habe versichern müssen, in erreichbarer Nähe für Ersatz zu sorgen. Es dürfte noch einige Zeit dauern, bis das Projekt umgesetzt wird; 2010 stehe erst einmal die Renovierung des benachbarten 80er-Jahre-Altbaus an.

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