Wirtschaft Münster
Neuer Ankerplatz für Mittelstand

Mittwoch, 25.11.2009, 12:11 Uhr

Münster - Nachdem sich die alten Speicher am Hafenweg zum Kreativkai gemausert haben, wandelt sich derzeit auch das Gelände des alten Güterbahnhofs an der Lippstädter Straße zu einem modernen Quartier für kleine und mittlere Unternehmen. „Damit wird das Areal hinter der Halle aufgewertet und Erfolgsgeschichte der münsterischen Hafenentwicklung um ein Kapitel erweitert“, erklärt Thomas Klein von der Wirtschaftsförderung. In mehreren Bauabschnitten entstehen entlang der Lippstädter Straße bis zum Jahr 2012 Büro- und Gewerbeflächen zwischen 50 und 500 Quadratmetern Größe.

Acht Unternehmen haben bereits am Businessdock angelegt. Die Initialzündung lieferte der Neubau für das Unternehmen Spogis + Billermann Design, das Raumkonzepte erarbeitet und dem der Raum im alten Stellwerk längst zu klein geworden war, blickt Dietrich Schröter von der münsterischen Schocher Verwaltungs- und Entwicklungs GmbH zurück, die das Businessdock entwickelt hat und vermarktet.

In einer ersten Phase wurde das Stellwerk des ehemaligen Güterbahnhofs aus dem Jahr 1895 so umgebaut, dass Historie und Moderne einen interessanten Kontrast bilden. Das Finanzhaus Münster, das Architektenteam Rieger & Brouwers sowie das Unternehmen Dam + Mont Industriemontage haben sich hier angesiedelt.

Daneben wurde das alte Gebäude des Güterbahnhofs zu einem vierstöckigen Büroturm aufgestockt, der laut Schröter inzwischen zu 85 Prozent vermietet ist. Eingezogen sind gerade die drei Unternehmen Global Gas GmbH, ein Tochterunternehmen der Westfalen AG, die Werbeagentur „georg design die Marken-Manufaktur“ und die „Schocher Immobilien Projektentwicklung“.

„Das Besondere an der Konzeption des Businessdocks ist, dass die Unternehmen sich hier ergänzen und untereinander Geschäfte machen“, betont Schröter. Entwickelte Raumkonzepte können beispielsweise mit Hilfe der Parkettfirma direkt nebenan umgesetzt werden. Und zwei Werbeagenturen unterstützen die Unternehmen bei der Öffentlichkeitsarbeit.

Schröter hat in Sachen Kooperation zudem die große Zahl von Architekturbüros am Kreativkai im Blick. Um Unternehmen zu finden, die Konzeptionen rund ums Einrichten und Ausstatten umsetzen, bräuchten sie nur einen Katzensprung bis zur Lipp­städter Straße. Schröter: „Wir wollen mit dem Businessdock einen Standort schaffen, der mehr als nur Raum zur Verfügung stellt.“

In einem nächsten Schritt sollen drei gewerbliche Flächen von je 500 Quadratmeter Größe vermarktet werden. Interessenten gebe es bereits, so Schröter. „Im nächsten Jahr wird wieder ein Baukörper fertig.“

Als krönender Abschluss des modularen Bauprojekts soll ein siebenstöckiger Büroturm errichtet werden. Ab dem Jahr 2012 soll er als Blickfang die Einfahrt zum Entwicklungsgebiet Stadthafen II markieren.

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