Kultur Münster
Adventskonzert des Unichores begeistert

Montag, 07.12.2009, 13:12 Uhr

Münster - „We sing to him“, war nicht nur das Motto des vom Universitätschor und Collegium musicum instrumentale gemeinsam mit dem Ensemble 22 und dem Tenor Jens Zumbült veranstalteten Konzerts am Nikolaustag.

Es ist zugleich Titel einer Komposition von Henry Purcell , die Benjamin Britten für Solostimme und Klavier bearbeitet hat. Womit bereits der musikalische Rahmen des Adventskonzertes benannt ist. Dieser verband die zeitlich weit voneinander entfernten Komponisten Purcell und Britten, von denen der Jüngere sich mit seinen Kompositionen immer wieder vor dem Werk des Älteren verneigt.

So machte denn auch ein Frühwerk Brittens den Auftakt, in dem dieser in strenger Doppelchörigkeit einen mittelalterlichen Text vertont. Ensemble 22 und Universitätschor ergänzten sich wunderbar und schufen einen meditativ expressiven Klang. In Henry Purcells Schlusschor und Aria aus der Cäcilienode brillierte Anna-Sophie Brosig mit einem angenehm warmen Sopran. Auch Benjamin Britten hat der heiligen Cäcilia, der Patronin der Kirchenmusik, eine Hymne gewidmet. Dass der Komponist den Interpreten zum höheren Lobe ihrer Schutzpatronin einiges abverlangt, versteht sich von selbst. Das Ensemble 22 stellte eindrucksvoll unter Beweis, dass es diesen Anforderungen mehr als gewachsen war, wobei sich die Mitglieder Laura Hamdorf, Julia von Bibra, Jan Ewert, Holger Klein und erneut Anna-Sophie Brosig als Solisten profilieren konnten.

Höhepunkt des Abends aber war die Kantate op. 42 „Saint Nicolas“ von Britten, bei der endlich wieder alle Beteiligten zusammenwirkten. Zuvor hatte sich der Universitätschor während mehrerer Beiträge des Ensembles 22 mit der Rolle des Zuhörers begnügen müssen.

Umso motivierter interpretierten die jungen Sängerinnen und Sänger die von Britten durchaus auch mit einem Augenzwinkern versehen Chorparts. Insbesondere der humoristisch angelegte zweite Satz schien es den Musikern sehr angetan zu haben. Jens Zumbült, der die Partie des Nicolas übernommen hatte, überzeugte mit schlankem Tenor bei der Gestaltung der eher zurückhaltender zu singenden Passagen. Allerdings erwies sich seine Stimme als zu wenig durchsetzungskräftig in den großen Tuttistellen.

Dem Collegium musicum instrumentale gelang das Kunststück, souverän zwischen barocker Linearität und moderner Klangfülle zu wechseln. Nicht zuletzt natürlich aufgrund der hervorragenden Stabführung Ulrich Haspels. Mit klarer Zeichengebung erzielt er feinste dynamische Nuancen. Davon war offensichtlich auch das zahlreich erschienene Publikum begeistert, das lang anhaltenden Beifall spendete.

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