Nachrichten Münster
St. Mauritz: Lichtkreuz zu Hause angekommen

Freitag, 08.01.2010, 18:01 Uhr

Münster - Ein Gotteshaus voll Glanz und Glorie. Voll transparenter Leuchtkraft . Eine durchdringende Leuchtkraft, die fasziniert, die Menschen erreicht und berührt. Sie ist anziehend, bewegend, farbenfroh und lichterfüllt. Und geht von einem Kreuz aus, das wie aus heiterem Himmel glückselige Momente beschert. Moderne Kunst in Münsters ältestem Sakralbau, der umfassend renoviert wurde - die Wirkung ist einfach göttlich - ob zum Licht der Sonne oder im Scheinwerferlicht. Die Gemeinde St. Mauritz hängt an ihrem Lichtkreuz , das die Handschrift des Künstlers Ludger Hinse trägt. Er sitzt am Samstagabend in der ersten Bankreihe bei der Vorabendmesse um 18 Uhr in St. Mauritz. Denn es gibt sehr zur Freude der Gemeinde und Pfarrer Hans-Ulrich Willms etwas Besonderes zu feiern: „Das Lichtkreuz kommt nach Hause.“

Für immer. Nicht als Ausstellungsobjekt, wie im Sommer 2008. In den drei Monaten der Präsentation hat das Lichtkreuz unglaublich viel bewegt, weil es den Blick verändert. „Selbst die Kinder waren ganz wild auf ihr Zauberkreuz“, sagt der Pfarrer. In dieser Zeit entbrannte in St. Mauritz eine heiße Liebe, die Münsters älteste Schützenbruderschaft St. Mauritz von 1624 mit dem Kauf des Kunstobjektes besiegelte. 55 Mitglieder zählen nach Auskunft von Aldermann Heinz Liestener zu der Bruderschaft. Die Unterstützung sozialer Einrichtungen sowie Benachteiligter haben sich die Schützen auf ihre Fahnen geschrieben. Trotz enormer Anstrengungen - die Summe möchten sie nicht preisgeben - ist es ihnen gelungen, das Lichtkreuz zu finanzieren.

„Wir sind froh und dankbar, dass das Lichtkreuz jetzt angebracht ist. Das Licht von Weihnachten geht in diesem Kreuz weiter“, freut sich der Geistliche, für den das christliche Symbol kein Problem, sondern eine Herausforderung sei. „Wir sind Kinder des Lichts und nicht der Dunkelheit“, so Pfarrer Willms, der damit die Botschaft des Künstlers zum Ausdruck bringt.

Weg vom Leiden, hin zum Licht. Dies soll dieses strahlende Kreuz aussagen. „Das Leiden wird bei Kreuzdarstellungen akzeptiert, das Licht nicht. Ich möchte mit meinem Lichtkreuz diese Leidens-Mystik durchbrechen. Denn das Licht und die Auferstehung sind der zentrale Punkt des Glaubens“, ist der Künstler von einem Leben nach dem Tod überzeugt. Lichterfüllt und ohne dunkle Schatten.

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